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Radio Hamburg

Audienz beim Papst

Tebartz-van Elst hofft auf Erkenntnisgewinn

Rom/Limburg , 21.10.2013

Tebartz-van Elst trifft am Montag auf Papst Franziskus.

Nach tagelangem Warten trifft der umstrittene Limburger Bischof am Montag nun endlich mit Papst Franziskus zusammen. Die Audienz wird mit Spannung erwartet.

Für den angeschlagenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst geht es an diesem Montag in Rom um viel: Im Vatikan kommt es zu der mit Spannung erwarteten Begegnung des deutschen Kirchenmannes mit Papst Franziskus. Nach Angaben eines Limburger Bistumssprechers wird Tebartz-van Elst eine Audienz gewährt. Eine Uhrzeit nannte der Sprecher nicht.

Seit Wochen in der Kritik

Tebartz-van Elst steht wegen seines Führungsstils und der enormen Kostensteigerung beim Bau der neuen Bischofsresidenz in Limburg in der Kritik. Er hält sich seit Sonntag voriger Woche in Rom auf, ein Treffen mit Franziskus war bislang nicht zustande gekommen. Der Limburger Oberhirte hatte Mitte Oktober angekündigt, „dass die Entscheidung über seinen bischöflichen Dienst in Limburg in den Händen des Heiligen Vaters liegt, von dem er in die Diözese gesandt wurde“.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Baukosten für den Bischofssitz in Limburg werden mittlerweile auf mehr als 31 Millionen Euro beziffert, noch im Dezember 2010 war von 5,5 Millionen Euro die Rede gewesen. Tebartz-van Elst steht auch unter Druck, weil die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl wegen Falschaussage gegen den Bischof beantragt hat. Dabei geht es um Aussagen des Geistlichen wegen eines Erste-Klasse-Fluges nach Indien.

Kosten sollen offengelegt werden

Im Limburger Bistum hatten außerdem rund 4.400 Gläubige einen Protestbrief gegen den Bischof und seine Amtsführung unterzeichnet. Wegen des Konflikts war im September bereits ein päpstlicher Gesandter, Kurienkardinal Giovanni Lajolo, nach Limburg gereist. Der Bischof sicherte damals zu, alle Kosten für die Baumaßnahmen Prüfern zugänglich zu machen. Die von der Deutschen  Bischofskonferenz eingesetzte Kommission nahm am vergangen Freitag ihre Arbeit auf.Wann Ergebnisse vorliegen werden, ist noch unklar. Berichte, wonach Tebartz-van Elst nicht zu einem Amtsverzicht bereit ist, nannte ein Limburger Bistumssprecher am Wochenende Spekulation. Der Bischof werde abwarten, was der Prüfbericht ergebe.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte am vergangenen Donnerstag mit Franziskus über die Affäre um den Limburger Bischof gesprochen, aber anschließend keine Details genannt.

(dpa / ste)

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