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Radio Hamburg

Mit 93 Jahren

Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist tot

Frankfurt, 18.09.2013
Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki war ein berühmter Literaturkritiker.

Der berühmteste deutschsprachige Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist tot. Er starb im Alter von 93 Jahren in Frankfurt.

Deutschlands berühmtester Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist tot. Er starb am Mittwoch (18.09.) in Frankfurt im Alter von 93 Jahren. Dies teilte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" mit, für die er lange arbeitete. Der verehrte Literaturexperte wurde in Polen als Sohn einer jüdischen Familie geboren und wuchs in Berlin auf. Zusammen mit seiner Frau überlebte er das Warschauer Ghetto und kehrte 1958 nach Deutschland zurück. Für seine Arbeit wurde Reich-Ranicki mit vielen Ehrungen ausgezeichnet.

Kampf gegen den Krebs

Im März 2013 hatte der seit längerem gesundheitlich angeschlagene Reich-Ranicki seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Seine Frau Teofila starb bereits im April 2011 im Alter von 91 Jahren. Der "FAZ"-Mitherausgeber Frank Schirrmacher twitterte am Mittwochnachmittag: "Wir trauern alle. Noch vor 2 Stunden habe ich ihn besucht."

Reich-Ranicki arbeitete bis zuletzt

Große Bekanntheit erlangte der Kritiker vor allem mit der TV-Sendung "Das Literarische Quartett, die er fast 14 Jahre lang moderierte. Neben zahlreichen anderen Büchern veröffentlichte er 1999 seine Autobiographie "Mein Leben", die zum Bestseller wurde. Das Buch wurde mehr als 1,2 Millionen mal verkauft.

Bis ins hohe Alter gab der wortgewandte Reich-Ranicki den Ton in der Literaturszene an. Bis zuletzt veröffentlichte er Kolumnen in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Seine öffentlichen Kontroversen mit prominenten Schriftstellern wie Günther Grass oder Martin Walser sind legendär. Im Oktober 2008 bezeichnete er das deutsche Fernsehen vor laufenden Kameras als "Blödsinn" und lehnte den Deutschen Fernsehpreis ab. Dadurch entfachte er eine Debatte über das deutsche Fernsehniveau.

(dpa/slu)

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