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Radio Hamburg

Südafrika

Nelson Mandela darf nach Hause

Pretoria/Kapstadt, 02.09.2013
Nelson-Mandela

Der 95 Jahre alte Ex-Präsident wird in seinem Haus in Johannesburg weiterbehandelt.

Nach drei Monaten im Krankenhaus ist der südafrikanische Freiheitsheld Nelson Mandela nach Hause zurückgekehrt. Gesund ist er aber nicht.

Nelson Mandela ist aus dem Krankenhaus in Pretoria entlassen worden. Der 95 Jahre alte südafrikanische Nationalheld und Ex-Präsident werde in seinem Haus in Johannesburg weiterbehandelt, teilte das Präsidialamt am Sonntag mit. Mandelas Zustand sei zwar weiter kritisch und zeitweise instabil, er könne aber daheim die gleiche intensive Pflege erhalten wie im Hospital.

Pflegepersonal betreut Mandela in Johannesburg

Mandela hatte als Gegner des Apartheid-Regimes fast drei Jahrzehnte im Gefängnis gesessen und war in den 1990er Jahren Südafrikas erster schwarzer Präsident. Am 8. Juni war Mandela mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden. Ein Konvoi mit 14 Autos und zwei Krankenwagen brachte Mandela und sein Pflegepersonal nach Johannesburg. Sein Haus im Stadtteil Houghton wurde laut Präsidialamt entsprechend eingerichtet. Für seine Betreuung werde das selbe Pflegepersonal wie im Krankenhaus zuständig sein. Vor dem von der Polizei abgesicherten Haus Mandelas versammelten sich Medienvertreter. Sie hatten zuvor auch wochenlang gemeinsam mit Anhängern Madibas - das ist der Clanname Mandelas - vor dem Hospital in Pretoria auf Nachrichten gewartet.

Streitigkeiten unter den Angehörigen

Sein 95. Geburtstag am 18. Juli wurde in Südafrika und in vielen anderen Staaten mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zu Ehren des großen Freiheitskämpfers, Demokraten und Versöhners begangen. US-Präsident Barack Obama, der in dieser Zeit in Afrika war, konnte sein schwer krankes Vorbild aber nicht besuchen. Mandelas Tochter Zindzi sprach im Juli in einem Radiointerview aber von "dramatischen Fortschritten". "Wir hatten nicht geglaubt, dass Madiba uns noch einmal anschauen und lächeln würde", sagte auch Südafrikas Verteidigungsministerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula. Wochenlang hatten die Südafrikaner um das Leben ihres Helden gebangt. Familie und Regierung hätten längst Vorbereitungen für seinen Tod getroffen haben, hieß es. Es gab Berichte über Streitigkeiten unter den Angehörigen, in denen es um Familiengräber und die Verlegung von Toten ging.

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Der Friedensnobelpreisträger hatte südafrikanischen Medien zufolge schon vor Jahren bestimmt, an seinem Alterssitz in Qunu und nicht an seinem Geburtsort Mvezo beigesetzt zu werden. Trotz seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten strahle Madiba nach Angaben des Präsidialamtes "wie immer eine immense Anmut und Stärke" aus. Zugleich bat es darum, den Friedensnobelpreisträger und seine Familie nicht bei dem Erholungsprozess zu stören. (dpa/apr)

 

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