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Radio Hamburg

"Alle sollten froh sein"

Telefonat von Direns Todesschützen vorgespielt

Missoula, 12.12.2014
RHH - Expired Image

Der Angeklagte Markus K. (Mitte) soll den 17-jährigen Diren D. in der Nacht vom 27. April mit vier Schüssen getötet haben.

Im Prozess um den Tod des 17-jährigen Diren D. wurde nun der Mitschnitt eines Telefonats des Angeklagten gezeigt. 

Den Ermittlungen der US-Polizei zufolge sollen die Schüsse, die den Hamburger Austauschschüler Diren D. am 27. April in Missoula im US-Staat Montana getötet haben, gezielt und nicht wahllos abgegeben worden. Der 17-Jährige war im Rahmen einer Mutprobe in die Garage des Angeklagten eingestiegen und wurde von insgesamt vier abgefeuerten Schüssen getötet. Wie ein Kriminalbeamter nun berichtet, seien die ersten drei abgegebenen Schüsse sehr tief angesetzt worden. Ein vierter Schuss, der Diren D. tödlich im Kopf traf, sei deutlich höher abgefeuert worden. Das ließe darauf schließen, dass der Angeklagte Markus K. den 17-jährigen Austauschschüler durch die Garage verfolgt haben muss.

Telefonat nach der Tat veröffentlicht

Im Prozess hatten die Ankläger zuvor ein Telefongespräch zwischen dem Angeklagten und seiner Freundin veröffentlicht. Ohne Reue nach der Tat zu zeigen, sagt er darin: "Lass uns nicht vergessen, dass dieser Junge als Straftäter getötet wurde, der in unserem Haus ein Verbrechen beging. Alle sollten froh sein, dass unser Viertel sicherer ist." Der Druck auf Markus K. erhöht sich immer mehr, da dieser in mehreren Telefonmitschnitten immer wieder widersprüchliche Angaben zum Ablauf der Tat in der Nacht zum 27. April machte.

Bewusst in die Falle gelockt?

Die Anklage wirft Markus K. vor, sein Garagentor mit Absicht halboffen gelassen zu haben, obwohl es zuvor in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen war. Er wird beschuldigt, den 17-Jährigen bewusst in die Falle gelockt zu haben und dann vier Schüsse auf ihn abgegeben zu haben. Die Verteidigung des Angeklagten argumentiert, dass dieser sich bedroht gefühlt habe. Sie hatte vergeblich versucht, die Wiedergabe des Telefongesprächs zu verhindern. Der Prozess läuft voraussichtlich noch bis zum 19. Dezember.

(jmü)

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