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Radio Hamburg

Oscar Pistorius

Indiskretionen beeinflussen öffentliche Meinung

Pretoria/Kapstadt, 24.02.2014
Oscar Pistorius

Der behinderte Sportstar Oscar Pistorius muss sich vor Gericht wegen Mordes verantworten.

Gezielte Indiskretionen sollen offenbar im Mordfall Pistorius die öffentliche Meinung beeinflussen. Fast täglich gibt es neue Enthüllungen.

Die Enthüllungen im Vorfeld des Mordprozesses gegen Oscar Pistorius reißen nicht ab: Der südafrikanische Sportstar soll nach einem Bericht der "Sunday Times" in den Stunden vor den tödlichen Schüssen auf seine Freundin Reeva Steenkamp pornografische Seiten im Web besucht haben. Das relativiere nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Darstellung des 27-Jährigen, derzufolge er und seine Freundin nach einem harmonischen Abend gegen 22 Uhr gemeinsam ins Bett gegangen seien. Das berichtet die Zeitung acht Tage vor dem Prozessbeginn in Pretoria.

Schüsse durch verschlossene Toilettentür

"Wir waren zutiefst verliebt und hätten nicht glücklicher sein können. Ich weiß, sie hat genauso gefühlt", hatte der Paralympics-Star vor einem Jahr vor Gericht zu Protokoll gegeben. Indizien zeigen dem Blatt zufolge auch, dass Steenkamp vollständig angezogen war, als Pistorius sie in den frühen Morgenstunden des Valentinstags 2013 durch eine verschlossene Toilettentür in seinem Haus in Pretoria erschoss. Sie habe auch ihr Handy mit ins Bad
genommen. Pistorius beteuert, er habe geschossen, weil er einen Einbrecher hinter der Tür vermutete.

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Es gebe neues ent- und belastendes Material. Zu Pistorius Vorteil hatte eine Ballistikuntersuchung belegt, d ...

Vergangene Woche hatten südafrikanische Medien berichtet, dass Pistorius laut der Ballistikuntersuchungen bei der Tat keine Beinprothesen trug. Bisher ging die Anklagebehörde davon aus, dass der behinderte Sportstar die Prothesen angelegt hatte, bevor er zum Bad ging. Pistorius selbst hatte betont, dass er in Panik vom Bett ohne Prothesen zum Bad gehastet sei. Der Staatsanwalt hätte im anderen Fall argumentiert, dass mit dem Anlegen der Prothesen ein überlegtes Handeln unterstellt werden könne. Südafrikas Medien berufen sich in ihren Darstellungen auf Unterlagen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte am Freitag betont, niemandem außer der Verteidigung Ermittlungsmaterial gegeben zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft Pistorius gezielten Mord vor. Seit Ende Februar 2013 befindet sich der Angeklagte gegen Kaution in Freiheit. Die Verteidigung versucht zu verhindern, dass die Verhandlungen ab dem 3. März live vom Fernsehen übertragen werden. Das Gericht will darüber am Dienstag (25.02.) entscheiden.

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Bei dem Prozess gegen Pistorius, den Paralympic-Star, wird ein Großaufgebot von Journalisten auch aus dem Ausland ...

Unterdessen hat die Rechtswissenschaftlerin Kelly Phelps vor einer Vorverurteilung des wegen Mordes angeklagten Oscar Pistorius gewarnt. Die Frauenliga der südafrikanischen Regierungspartei ANC sei früh in die Offensive gegangen und habe Härte gegen Pistorius gefordert - sie verknüpfe den Fall mit dem Thema der Gewalt gegen Frauen: "Ich denke, das ist absolut unangebracht. Es gibt keine Beweise für diese Beschuldigung gegen Pistorius", sagte Phelps der.

Die Professorin an der Universität Kapstadt glaubt nach eigenen Worten nicht, dass der behinderte Sportstar wegen seines Reichtums oder seiner Prominenz einen Vorteil vor Gericht haben könnte. "Ich denke, das Gericht behandelt ihn wie jeden anderen." Pistorius sei nicht auf Kaution freigekommen, "nur weil er weiß, berühmt und reich ist". (dpa/apr)

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