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Radio Hamburg

Ex-Nationalspieler

Thomas Hitzlsperger outet sich als homosexuell

Hamburg, 08.01.2014
Thomas Hitzlsperger

Thomas Hitzlsperger bekennt sich zu seiner Homosexualität. 

Der frühere Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat seine Homosexualität öffentlich gemacht.

Thomas Hitzlsperger hat seine Homosexualität öffentlich gemacht. "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität, weil ich die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen möchte", sagte Hitzlsperger der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag). Er habe das Gefühl, dass jetzt, nach dem Ende seiner Karriere, ein guter Moment dafür gekommen sei. Der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart und des VfL Wolfsburg ist der erste prominente deutsche Fußballer, der sein Schwulsein thematisiert.

Ein "langwieriger Prozess" 

Das Bewusstsein, homosexuell zu sein, sei "ein langwieriger und schwieriger Prozess" gewesen, sagte der 31 Jahre alte frühere Profi. Hitzlsperger ist seit 2008 Kolumnist für "Zeit online". Zwischen 2004 und 2010 absolvierte er 52 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft. "Erst in den letzten Jahren dämmerte mir, dass ich lieber mit einem Mann zusammenleben möchte", sagte Hitzlsperger. 

Anfang September 2013 hatte er sein Karriereende bekanntgegeben. Zuletzt spielte Hitzlsperger beim FC Everton. Homosexualität werde im Fußball "schlicht ignoriert", sagte er. Bis heute kenne er keinen Fußballer persönlich, der das zu seinem Thema gemacht habe.

Viel Zuspruch für Hitzlsperger

Ligapräsident Reinhard Rauball hat sich voller Respekt zum Coming-out des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger geäußert. "Die Entscheidung von Thomas Hitzlsperger, sich als erster prominenter Fußballer öffentlich zu seiner Homosexualität zu bekennen, ist auch nach seiner aktiven Karriere ein großer und mutiger Schritt und im Kampf gegen Homophobie sicherlich wegweisend", erklärte Rauball am Mittwoch. Rauball schränkte ein, dass die Reaktionen im Falle des Outings eines aktiven Profis mit Blick auf die enorme Öffentlichkeit im Profifußball jedoch weiterhin nur schwer kalkulierbar wären. "In dieser Hinsicht tragen die Clubs als Arbeitgeber eine außerordentliche Verantwortung", meinte der Präsident des Bundesligisten Borussia Dortmund. Rauball würde vor diesem Hintergrund einem Betroffenen raten, "im ersten Schritt die Vereinsverantwortlichen wie Vorstand und Trainer sowie Mannschaftskollegen ins Vertrauen zu ziehen".

Lob für das Coming-Out gab es auch von Guido Westerwelle. "Dieser Mut verdient größten Respekt", sagte Westerwelle am Mittwoch der "Zeit online". Er fügte hinzu: "Der Schritt in die breite Öffentlichkeit liest sich viel leichter, als er tatsächlich ist." 

Und auch Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski hat das Coming-Out seines ehemaligen Kollegen als "wichtiges Zeichen" bezeichnet. Dies sei eine "mutige und richtige Entscheidung", sagte Podolski am Mittwoch auf Twitter. "Respekt, Thomas Hitzlsperger."

 

(lhö/dpa)

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