Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Prozess gegen Wulff

Urteil soll noch im Januar fallen

Hannover, 02.01.2014
Bundespräsident Christian Wulff

Für die Anwälte von Christian Wulff kommt nur ein Freispruch infrage.

Der Korruptionsprozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff geht deutlich früher zu Ende als ursprünglich geplant.

Seit November 2013 steht Christian Wulff wegen Vorteilsannahme vor Gericht. Weil sich die Vorwürfe aus Sicht des Vorsitzenden Richters auch am neunten Verhandlungstag nicht erhärteten, stellte er ein schnelles Ende des Verfahrens in Aussicht.

Richter will Beweisaufnahme nächste Woche abschließen

Nach dem neuen Zeitplan soll spätestens am 21. Januar im Landgericht Hannover das Urteil gesprochen werden. Der Vorsitzende Richter Frank Rosenow kündigte am Donnerstag (2.01.) zudem an, in der kommenden Woche die Beweisaufnahme zu schließen. "Die Vernehmung heute hat nichts richtig Überraschendes ergeben", sagte er nach der Befragung des polizeilichen Ermittlungschefs. Ursprünglich waren Verhandlungstermine bis in den April hinein vorgesehen. In einem Zwischenfazit hatte das Gericht kurz vor Weihnachten eine Einstellung des Verfahrens angeregt, weil bis dahin nicht belegbar war, dass Wulff sich der Vorteilsannahme schuldig gemacht habe. Rechtsexperten sahen darin ein starkes Indiz für einen sich anbahnenden Freispruch.

Anklage und Verteidigung beharren auf Urteil

Sowohl Anklage als auch Verteidigung beharrten auf einem Urteil in der Sache. Aus Sicht von Wulffs Rechtsanwälten kommt nur ein Freispruchfür ihren Mandanten infrage. Sie boten am Donnerstag an, am 9. Januar bereits ihr Plädoyer zu halten. Zudem wollen sich die Verfahrensbeteiligten auf einen weiteren - wahrscheinlich letzten - Verhandlungstermin vor dem 22. Januar einigen.

Vorteilsnahme im Amt

Wulff muss sich seit Mitte November wegen Vorteilsannahme verantworten, weil der mitangeklagte Filmunternehmer David Groenewold einen Teil der Kosten für den gemeinsamen Oktoberfest-Besuch 2008 übernommen hatte. Im Gegenzug soll sich Wulff für ein Filmprojekt seines Freundes bei der Siemens-Spitze stark gemacht haben. Insgesamt geht es um rund 720 Euro für Hotel und Essen. Nach Wulffs Aussage erfuhr er erst Anfang 2012, dass Groenewold einen Teil seiner Hotelkosten übernommen hatte. Mitarbeiter der Luxusherberge "Bayerischer Hof" bestätigten, dass Wulff die Kostenübernahme beim Check-Out nicht habe erfahren müssen.

Die Staatsanwaltschaft geht dennoch weiterhin davon aus, dass Wulff sich wissentlich einladen ließ. Als wahrscheinlich letzter Zeuge soll am 9. Januar ein zweiter leitender Polizeibeamter befragt werden.

Lest auch: Wulff-Prozess: Ehefrau Bettina sagt aus

Am Donnerstag (12.12.) sagte die Noch-Ehefrau von Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Korruptionsprozess aus.

 

(dpa/mgä)

comments powered by Disqus