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Radio Hamburg

Oscar Pistorius

Tränen und Unklarheit im Mordprozess

Hamburg, 04.03.2014
Oscar Pistorius

Im Mordprozess gegen Oscar Pistorius geht es hart zur Sache.

Im Zeugenstand fließen Tränen, ein Staranwalt muss sich entschuldigen und eine zweite Nachbarin belastet den Sportstar.
 

Zu Beginn des Sensationsprozesses hatte bereits die Universitätsprofessorin Michelle Burger, ebenfalls Nachbarin von Pistorius, den Angeklagten mit ähnlichen Angaben belastet. Staranwalt Barry Roux stellte ihre Glaubwürdigkeit in seinem Kreuzverhör vehement infrage. Im Anschluss an die insgesamt vierstündige Vernehmung war die Wissenschaftlerin am Dienstag im Gerichtssaal in Tränen ausgebrochen. Verteidiger Barry Roux verwies auf angebliche Widersprüche im Detail bei Burgers verschiedenen Aussagen vor der Polizei und vor Gericht. Zudem bezweifelte er, dass Burger aus einer Entfernung von 177 Metern die unterschiedlichen Schreie und Schüsse genau habe hören können. "Ich weiß wie sich ein Pistolenschuss mitten in der Nacht anhört", betonte Pistorius' Nachbarin und verwies auf die angeblich ruhige Sommernacht. Die Fenster seien geöffnet gewesen. Sie beharrte darauf, sie habe einen Mann und dann eine Frau um Hilfe schreien hören.

Der Sportler plädiert auf unschuldig trotz der schweren Anschuldigungen

Pistorius hatte sich beim Prozessauftakt für "schuldlos" im Sinne der Anklage erklärt und von harmonischen Stunden mit seiner Freundin Reeva Steenkamp gesprochen. Der Athlet der Geschichte schrieb, weil er als erster Läufer mit zwei amputierten Unterschenkeln an einem Wettbewerb bei den Olympischen Spielen teilnahm, hatte seine Freundin in der Nacht zum Valentinstag 2013 durch die geschlossene Badezimmertür erschossen. Pistorius sagt, er habe einen Einbrecher in seiner Wohnung vermutet. Der Staatsanwalt wirft ihm gezielten Mord an der damals 29-Jährigen vor. Wird er am Ende des Mordprozesses schuldig gesprochen, könnte er zu einer lebenslanger Haft verurteilt werden.

(dpa/mej)

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