Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Steuerhinterziehung

Hoeneß soll 27,2 Millionen Euro hinterzogen haben

München, 11.03.2014
RHH - Expired Image

Eine Gefängnisstrafe wird für Uli Hoeneß immer wahrscheinlicher.

Steuersünder Uli Hoeneß gerät nach seinem spektakulären Millionen-Geständnis noch mehr in Bedrängnis. Weitere Details kommen ans Licht.

Im spektakulären Steuerprozess um Uli Hoeneß geht es um immer größere Summen. Der Präsident des FC Bayern München soll nach Angaben der Rosenheimer Steuerfahnderin vor dem Münchner Landgericht 23,7 Millionen Euro hinterzogen haben. Das sind noch einmal 5,2 Millionen mehr als die von ihm am Vortag eingeräumten 18,5 Millionen Euro. Dabei soll es sich um eine "Best-Case-Rechnung" zu Gunsten von Hoeneß handeln, wie die Steuerfahnderin jetzt sagte.

Die neue Steuerschuld liegt nach Angaben der Münchner Staatsanwaltschaft bei 27,2 Millionen Euro. Zu den 23,7 Millionen Euro, die aus neuen Unterlagen von der Rosenheimer Steuerfahndung errechnet worden waren, kommen demnach noch die 3,5 Millionen Euro aus der ursprünglichen Anklage gegen den Bayern-Präsidenten hinzu.

Schon mit seinem Geständnis zum Prozessauftakt hatten Hoeneß und seine Anwälte auch die Staatsanwaltschaft überrascht. Diese hatte dem 62-Jährigen in ihrer Anklage vorgeworfen, 3,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.
Nach den neuen Enthüllungen muss Hoeneß mehr denn je eine Gefängnisstrafe befürchten. Nach Ansicht der Steuerfahnderin sind die vorgelegten Unterlagen auch lückenhaft, zudem habe Hoeneß mehrere Fristen verstreichen lassen. (dpa)

Prominente Steuersünder

Diese Promis haben Steuern hinterzogen

  • Alice Schwarzer, Journalistin und Publizistin

    Erst im Februar gab die bekannteste Frauenrechtlerin Deutschlands, Alice Schwarzer, zu, dass sie über viele Jahre ein Schweizer Konto vor den deutschen Steuerbehörden verheimlicht habe. Sie zeigte es 2013 selbst an und zahlte nach eigenen Angaben 200.000 Euro Steuern nach. Sie muss keinen Prozess fürchten, da sie die Steuerschuld innerhalb einer vorgeschriebenen Frist nachzahlte.

  • Dolce & Gabbana, Modedesigner

    Die Modedesigner Domenico Dolce and Stefano Gabbana wurden im Juni 2013 wegen Steuerhinterziehung zu Haftstrafen von 20 Monaten verurteilt. Die Strafe wurde aber zur Bewährung ausgesetzt. Den Gründern des Mode-Unternehmens Dolce & Gabbana war vorgeworfen worden, mit fiktiven Firmen in Luxemburg eine Milliarde Euro Steuern hinterzogen zu haben.

  • Lauryn Hill, US-Sängerin

    Die mehrfache Grammy-Gewinnerin Lauryn Hill wurde im Mai 2013 wegen Steuerhinterziehung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Sie hatte zugegeben, zwischen 2005 und 2007 1,8 Millionen Dollar ihres Einkommens nicht versteuert zu haben. Sie saß ihre Haftstrafe ab.

  • Klaus Zumwinkel, Ex-Vorstand der Deutschen Post

    Der frühere Post-Chef Klaus Zumwinkel wurde im Januar 2009 vom Landgericht Bochum zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hatte gestanden, über seine Stiftung in Liechtenstein Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Zusätzlich musste er eine saftige Geldstrafe bezahlen.

  • Boris Becker, Ex-Tennisspieler

    Boris Becker wurde im Oktober 2002 vom Landgericht München zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem musste er 300.000 Euro Geldstrafe zahlen und 200.000 Euro an karitative Einrichtungen überweisen. Boris Becker hatte zugegeben, zwischen 1991 und 1993 zwar in Monaco gemeldet gewesen zu sein, aber in München gelebt zu haben. Er habe somit bewusst falsche Angaben in seinen Steuererklärungen gemacht, um 3,3 Millionen Mark zu sparen. Er zahlte die Steuern nach.

  • Peter Graf, Vater der Tennisspielerin Steffi Graf

    Der Vater von Steffi Graf wurde 1995 wegen Steuerhinterziehung angeklagt und zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Es ging um rund 12 Millionen Mark hinterzogener Steuern. Peter Graf saß die Hälfte seiner Strafe ab, bevor er auf Bewährung frei kam.

  • Patrick Lindner, Schlagersänger

    Auch Schlagersänger Patrick Lindner zahlte 2005 eine Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung. Er hatte 400.000 Euro Verlust aus der Vermietung einer Villa für die Jahre 1993 bis 1996 beim Fiskus geltend gemacht. In der Villa lebte jedoch zu dieser Zeit sein Manager und Lebensgefährte Michael Link.