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Radio Hamburg

Boko Haram

Hoffnung für 200 entführte Mädchen in Nigeria

Abuja, 12.05.2014
Boko Haram, Nigeria, Bringbackourgirls

"Bring back our Girls" (übersetzt: "Bringt unsere Mädchen zurück") fordern die Angehörigen und viele Mitfühlende die Extremisten auf.

Vier Wochen nach der Entführung von Hunderten Mädchen in Nigeria gibt es für die Eltern erstmals Hoffnung: Die Islamisten veröffentlichen ein Video, in dem die Mädchen zu sehen sind. 

Einen Monat nach der Massenentführung von über 200 Schülerinnen in Nordnigeria hat die islamistische Terrorgruppe Boko Haram ihre Geiseln erstmals in einem Video gezeigt.

Zwangskonvertierung zum Islam

Der britische Sender BBC zeigte am Montag Ausschnitte aus dem knapp 30-minütigen Filmmaterial, das von der Agentur AFP verbreitet wurde, in dem angeblich rund 130 der Mädchen sehen sind. Sie sitzen auf dem Boden, tragen typisch muslimische Gewänder (Hijab) und rezitieren Verse aus dem Koran. Der Chef der Boko Haram, Abubakar Shekau, erklärte, viele der überwiegend christlich erzogenen Geiseln seien zum Islam konvertiert.

Sicherheitsgipfel in Paris

Unter anderem wegen der Entführung der Mädchen in Nigeria, aber auch wegen der Gefahren in der Sahel-Zone, kündigte der französische Staatschef François Hollande für kommenden Samstag einen Sicherheitsgipfel mit mehreren afrikanischen Staaten in Paris an. Das sagte Hollande bei einem Besuch in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Zum Gipfel sollten Nigeria, der Tschad, Kamerun, der Niger und Benin kommen.

Zu Verhandlungen bereit

Die Terrorgruppe Boko Haram machte am Montag deutlich, dass sie wegen der entführten Mädchen möglicherweise zu Verhandlungen mit der Regierung in Abuja bereit ist. Shekau sagte, die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren würden freigelassen, wenn die Behörden alle inhaftierten Boko-Haram-Mitglieder aus dem Gefängnis entlassen. Eine Reaktion von Präsident Goodluck Jonathan gab es zunächst nicht.

Hilfe aus der ganzen Welt

Die Mädchen waren Mitte April aus einer Schule in dem Ort Chibok im Bundesstaat Borno verschleppt worden. Seither fehlt von ihnen jede Spur. In einem ersten Bekennervideo hatte Shekau in der vergangenen Woche erklärt, er werde die Geiseln als Sklavinnen verkaufen. Daraufhin hatten die USA, Großbritannien, Frankreich und am Wochenende auch Israel ihre Hilfe bei der Suche nach den Vermissten angeboten.

Internetkampagnen mit Prominenten

Die Entführung bewegt seit Wochen die Weltgemeinschaft. Durch Internetkampagnen wurden Millionen Menschen mobilisiert, darunter auch Prominente wie die amerikanische "First Lady" Michelle Obama und die US-Schauspieler Sean Penn und Angelina Jolie.

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#BringBackOurGirls und #RealMenDontSellGirls: Zwei virale Kampagnen für die Freilassung der entführten Mädchen au ...

Für muslimischen Gottesstaat

Die Extremisten wollen im muslimisch geprägten Norden Nigerias einen Gottesstaat einrichten. Immer wieder verüben sie blutige Anschläge. Dem Terror sind seit 2009 über 6000 Menschen zum Opfer gefallen.

(dpa/kru)

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