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Radio Hamburg

Erschossener Diren D.

Todesschütze plädiert auf Notwehr

Missoula, 22.05.2014
RHH - Expired Image

Direns Freunde und Verwandte in Hamburg nahmen bei einer großen Trauerfeier Abschied von ihm.

Der Todesschütze, der den Hamburger Teenager Diren D. in den USA erschossen hat, steht vor dem Richter - und plädiert auf Notwehr. 

Wann es zum regulären Prozess kommt, ist unklar. Offene Fragen gibt es reichlich.

Todesschütze plädiert auf nicht schuldig

Rund vier Wochen nach dem gewaltsamen Tod des deutschen Gastschülers Diren kommt das Verfahren ins Rollen. Der angeklagte Todesschütze erklärte sich nach Angaben des Gerichts in Missoula im Bundesstaat Montana für nicht schuldig. Sein Anwalt Paul Ryan hatte bereits erklärt, dass er in einem Verfahren auf Notwehr plädieren wolle. Wann es zu einem Hauptverfahren kommt, sei noch offen, sagte eine Gerichtssprecherin der dpa nach einer Anhörung am Mittwoch (Ortszeit).

29-Jähriger soll Diren aufgelauert haben

Der 29-jährige Angeklagte befindet sich trotz der Anklage auf freiem Fuß, weil eine Kaution in Höhe von 30.000 Dollar (22.000 Euro) hinterlegt wurde. Er erschien bei der kurzen Anhörung aber persönlich vor dem Richter. Bei der Anhörung ging es zunächst um den formellen Akt der Anklageverlesung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vorsätzliche Tötung vor. Er soll Diren in der Garage absichtlich erschossen haben, angeblich habe er ihm aufgelauert.

Lest auch: Getöteter Diren D.: Todesschütze kündigte Gewalttat an

Beklemmende Details zum Tod von Austauschschüler Diren D. in den USA: Der Schütze war nach seiner Tat derart ...

Staatsanwalt Andrew Paul sagte nach Angaben der Lokalzeitung "Missoulian", Nachbarn hätten sich über aggressives und irrationales Verhalten des Angeklagten beschwert. Dem widersprach die Verteidigung. Die nächste Anhörung ist nach Angaben der Zeitung für den 25. Juni geplant.

Montana: Recht auf Notwehr mit Waffengewalt

Der 17-jährige Teenager aus Hamburg-Altona war am 28. April nachts erschossen worden, nachdem er aus bislang unbekannten Gründen in die Garage des Angeklagten eingedrungen war. Unklar ist nach wie vor, was er dort wollte. Nach Aussagen eines Freundes war er wohl auf der Suche nach Alkohol. Dagegen beharrt der Angeklagte darauf, er habe sich bedroht gefühlt. Es habe schon zuvor Einbrüche bei ihm gegeben. Der Staat Montana räumt seinen Bürgern zur Verteidigung ihres Hauses das Recht auf Notwehr mit Waffengewalt ein. 

Laut Anklageschrift stellte der Angeklagte aber nach mehreren Einbrüchen potenziellen Dieben eine Art Falle. Vor der Tat habe er vor Zeugen erklärt, er wartet darauf, jemanden zu fassen und werde ihn erschießen.

(dpa/mgä)

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