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Radio Hamburg

Morddrohungen

Gezielte Kampagne gegen Spiegel-Korrespondenten

Istanbul, 21.05.2014
Recep Tayyip Erdogan, Ministerpräsident, Türkei

Nach einem Bericht über Recep Tayyip Erdogan (Foto) auf Spiegel Online bekommt Türkei-Korrespondent Kazim gezielt Drohungen.

Hasnain Kazim, Türkei-Korrespondent des "Spiegel", bekommt über Twitter und Facebook Morddrohungen.

Nach seiner regierungskritischen Berichterstattung über das Grubenunglück in Soma wird der Türkei-Korrespondent des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" mit dem Tod bedroht. "Die Hetzkampagne nimmt absolut an Aggressivität zu", sagte Hasnain Kazim am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Istanbul.

Nach Bericht auf "Spiegel Online"

Kazim hatte einen Bergmann in Soma in einer Überschrift bei "Spiegel Online" am vergangenen Mittwoch mit den Worten zitiert: "Scher Dich zum Teufel, Erdogan!" Regierungsanhänger und regierungsnahe Medien erweckten danach den Eindruck, "Der Spiegel" selber wünsche den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Teufel.

Über Facebook & Co. bedroht

Auf Twitter begann unter dem Hashtag #ScherDichZumTeufelDerSpiegel eine Kampagne gegen das Magazin und Kazim. Er habe inzwischen rund 10.000 E-Mails, Tweets und Facebook-Nachrichten erhalten, sagte der Korrespondent. Darunter seien Drohungen wie "Wenn wir Dich auf der Straße sehen, schneiden wir Dir die Kehle durch". In anderen Nachrichten werde er als "jüdischer Feind" Erdogans beschimpft. Über soziale Medien werde dazu sein Foto verbreitet.

Organisierte Kampagne

Kazim sagte, die Kampagne scheine organisiert zu sein. "Das sieht man auch daran, dass einige Twitter-Accounts nur mir folgen und sonst keine Kontakte haben." Kazim hatte zunächst mit einem auch ins Türkische übersetzten Bericht auf "Spiegel Online" auf die Kritik reagiert. Danach nahmen die Anfeindungen weiter zu.

Kazim nach Deutschland gereist

Kazim reiste am Dienstagabend für einige Tage nach Deutschland. Er werde unter anderem über den Erdogan-Besuch an diesem Samstag in Köln berichten, sagte er. Nächste Woche wolle er wieder nach Istanbul zurückkehren.

(dpa / ste)

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