Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Strafmaß verkündet

Oscar Pistorius zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt

Pretoria, 21.10.2014
RHH - Expired Image

Oscar Pistorius wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen.

Für die fahrlässige Tötung seiner Freundin ist Südafrikas Paralympics-Star Oscar Pistorius zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Richterin Thokozile Masipa verkündete das Strafmaß am Dienstag (21.10) in Pretoria.

Richterin: "Grobe Fahrlässigkeit"

Die Richterin im Pistorius-Prozess hat dem Angeklagten "grobe Fahrlässigkeit" vorgeworfen. Als der südafrikanische Paralympics-Star Oscar Pistorius in der Valentinsnacht 2013 vier Schüsse auf eine geschlossene Toilettentür in seiner Villa abfeuerte, hätte er wissen müssen, dass es für die Person dahinter kein Entkommen geben konnte. Mit dieser Einschätzung schloss sich die Richterin der Auffassung der Staatsanwaltschaft an. 

Mordanklage zurückgewiesen

Vor Gericht beteuerte Pistorius später, die Person hinter der Tür für einen Einbrecher gehalten zu haben. Diese Erklärung akzeptierte die Richterin des beinamputierten Sportlers und wies die Mordanklage der Staatsanwaltschaft zurück. Stattdessen befand sie ihn am 12. September lediglich der fahrlässigen Tötung schuldig.

Gefängnisstrafe auf für Behinderte

Die Anklage hatte für Pistorius eine Strafe von mindestens 10 Jahren gefordert. Die Verteidigung bat darum, ihm das Gefängnis zu ersparen und nur Hausarrest zu verhängen. Sie verwies dabei auf die Behinderung des beidseitig beinamputierten Sportlers. Masipa erklärte hingegen, auch Behinderte könnten eine Gefängnisstrafe absolvieren. Sie fügte hinzu, dass es schlecht für die Gerechtigkeit in Südafrika wäre, wenn der Eindruck entstünde, dass Reiche und Berühmte vor Gericht besser
behandelt werden als Arme.

Drei Jahre auf Bewährung zusätzlich

Außerdem verurteilte sie Pistorius zu drei Jahren Haft wegen rücksichtsloser Benutzung einer Waffe. Dieser Teil der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Beide Seiten können gegen die Entscheidung noch Berufung einlegen. Sie haben dafür bis zu zwei Wochen Zeit. Ein Berufungsverfahren würde die Vollstreckung der Gefängnissrafe bis zur Entscheidung durch das Oberste Gericht Südafrikas aussetzen. 

(dpa/mgä)

comments powered by Disqus