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Radio Hamburg

Nach Kino-Amoklauf

Batman-Killer entgeht der Todesstrafe

Centennial, 08.08.2015
RHH - Expired Image

James Holmes erschoss im Juli 2012 12 Menschen und verletzte 70 weitere in einem Kino während einer Batman-Premiere. 

Drei Jahre nach dem Kinomassaker in Colorado, wird der Batman-Killer James Holmes nun mit einem Leben im Gefängnis bestraft.

Ohne Regung nimmt der Verurteilte das Strafmaß auf. Drei Jahre nach seinem Amoklauf in einem Kino in der US-Stadt Aurora entgeht der Batman-Mörder James Holmes der Todesstrafe und soll stattdessen für den Rest seines Lebens hinter Gitter. Richter Carlos Samour verkündete am Freitagabend (07.08) in Centennial bei Denver die Entscheidung der zwölf Geschworenen, ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Chance auf vorzeitige Haftentlassung zur Bewährung zu verurteilen. Nach mehr als sechsstündigen Beratungen über zwei Tage hatten sie sich nicht auf eine Strafe für Holmes einigen können. Um die im Bundesstaat Colorado kaum noch angewendete Todesstrafe zu verhängen, wäre eine einstimmige Entscheidung der zwölf Geschworenen notwendig gewesen.

Zwölf Menschen im Kino erschossen

Holmes hatte bei einer Premiere eines Batman-Filmes im Juli 2012 zwölf Menschen in einem Kino erschossen und 70 zum Teil schwer verletzt. Er war zunächst unbewaffnet in das Kino gekommen, dann während des Films herausgeschlichen und mit militärischer Ausrüstung wie Helm und Schutzkleidung zurückgekommen. Einige Zuschauer hielten ihn für einen Fan mit Kostüm. Dann schoss er erst mit einer Schrotflinte, dann einem Sturmgewehr und schließlich einer Pistole in die Menge. Das jüngste Opfer war eine Sechsjährige.

Psychiatrie oder Todesstrafe?

Die Verteidigung hatte gefordert, Holmes in eine Psychiatrie einzuweisen. Die Staatsanwaltschaft strebte dagegen die Todesstrafe an und klagte Holmes 165 Mal an. Am Ende wurde Holmes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach Verlesung der Entscheidung stand er mit Händen in den Hosentaschen zwischen seinen Verteidigern und blickte zu Boden. Im Gerichtssaal war während der Verlesung des Strafmaßes mehrfach kurzes Schluchzen zu hören, Angehörige neigten ihre Köpfe und weinten. Das Kinomassaker in Colorado war der schwerwiegendste Vorfall seit dem Amoklauf eines Militärpsychologen auf dem Stützpunkt Fort Hood in Texas mit 13 Toten und 32 Verletzten im November 2009.

Was damals geschah... 

Lest auch: Massaker bei "Batman"-Premiere: Ist der Amokläufer zurechnungsfähig?

Am Montag (07.01.) hat in Aurora (Colorado) die Anhörung begonnen, in der zunächst darüber entschieden wird, ob J ...

(dpa/jmü)

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