Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Frau verkagt Mann auf 16,2 Mio Euro

Was tun bei sexueller Belästigung im Job?

New York/Hamburg, 01.07.2015
Sexuelle Belästigung, Job

Sexuelle Belästigung im Job darf man nicht einfach unter den Teppich kehren.

Wegen sexueller Belästigung, Beleidigung und Nachstellung hat ein New Yorker Gericht einer jungen Schwedin 16,2 Millionen Euro zugesprochen.

"Fühlbare Liebe gefordert"

Wegen sexueller Belästigung, Beleidigung und Nachstellung hat ein New Yorker Gericht einer jungen Schwedin 18 Millionen Dollar (16,2 Millionen Euro) zugesprochen. Der frühere Chef der 25-Jährigen müsse 2 Millionen als Entschädigung zahlen, die übrigen 16 Millionen seien ein Strafgeld, berichteten die "New York Daily News" am Dienstag (30.06.).  Ihr Chef, ein in China geborener 43 Jahre alter Investmentbanker, hatte die Schwedin als Assistentin eingestellt und ihr bald auch teure Geschenke gemacht und die Wohnung in Manhattan bezahlt. Dafür forderte er eine Rundumbetreuung und "fühlbare Liebe".

Als sie ihm nach einer Weile deutlich machte, dass sie ein rein berufliches Verhältnis wolle, habe er sie beleidigt und sogar ihren kleinen schwedischen Heimatort besucht und sie als Hure beschimpft. Der Mann behauptet dagegen, er habe sie zur Expertin aufbauen wollen, sie habe aber kein Gespür für Finanzen gehabt.

So wehrt Ihr Euch

Eine „Sexuelle Nötigung“ ist laut Strafgesetzbuch (Paragrafen 174-184) eine sexuelle Handlung, zu der die betroffene Person durch Drohungen oder durch Ausnutzen einer hilflosen Lage gezwungen wird. Aber was könnt Ihr eigentlich tun, wenn Ihr im Job sexuell belästigt werdet? Und: das betrifft natürlich nicht nur Frauen, auch Männer werden so in deutschen Büros bedrängt und unter Druck gesetzt. Diese Tipps können Euch helfen, gegen einen aufdringlichen oder anzüglichen Chef oder Kollegen vorzugehen:

Sexuelle Belästigung im Job

So wehrt Ihr Euch

  • So schwer es auch ist: den Kollegen oder Chef offen auf die Belästigung ansprechen und deutlich machen, dass hier eine Grenze deutlich überschritten wird. Klare Signale senden und den Vorfall nicht unter den Tisch kehren.

  • Beim Gespräch mit dem Peiniger Zeugen hinzuziehen, damit nicht Aussage gegen Aussage steht.

  • Geht immer eine Führungsebene höher und "zeigt den Vorfall an". Oder gibt es sogar einen Gleichstellungsbeauftragten oder eine Vertrauensperson bei Euch im Unternehmen? Dann diese kontaktieren.

  • Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte sind laut Gesetz verpflichtet, die Persönlichkeitsrechte ihrer Beschäftigten zu wahren und zu schützen. Nach internen Ermittlungen müssen sie dafür sorgen, dass die sexuellen Übergriffe in Zukunft verhindert werden.

  • Sichert Beweise! Gibt es anzügliche E-Mails, Sprüche auf der Mailbox, Geschenke am Arbeitsplatz. Das alles hilft später bei der Beweisführung.

  • So einfach es klingen mag: "Nein" sagen, ist extrem wichtig. Lest Euch dazu auch mal die Verdi-Broschüre: "Nicht mit mir!" durch

  • Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt's das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Unter 08000 - 116 016 beraten und informieren die Mitarbeiterinnen des Hilfetelefons zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen.

Anlaufstellen in Hamburg

Opferhilfe Hamburg e.V.

BIFF-Frauenberatungsstellen

comments powered by Disqus