Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Mindestens zwei Tote

+++Amoklauf in Franken+++

Leutershausen, 10.07.2015
Polizei, Absperrung, Absperrband, Polizist, Polizisten, Tatort, Ermittlungen

In Mittelfranken hat ein Amokläufer mindestens zwei Menschen getötet.

Drama in Mittelfranken. Ein Amokläufer hat am Freitag (10.07) in Mittelfranken mindestens zwei Menschen getötet. Der Täter wurde festgenommen.

Ein Amokläufer hat in Mittelfranken mindestens zwei Menschen getötet, darunter eine 82 Jahre alte Frau. Anschließend flüchtete der Verdächtige rund 30 Kilometer weit in einem Auto, erschießt dabei einen Fahrradfahrer und bedroht weitere Menschen, bis die Polizei ihn an einer Tankstelle festnehmen konnte.  

Zwei Tote bei Schüssen aus Auto

In Tiefenthal, einem Ortsteil der Gemeinde Leutershausen im Landkreis Ansbach, erschoss der Mann nach Angaben der Ermittler aus seinem Auto heraus die alte Frau. Er soll sie davor angesprochen haben. Kurz darauf tötete er einen Fahrradfahrer im fünf Kilometer entfernten Ortsteil Rammersdorf - auch hier starb das Opfer noch am Tatort. Außerdem soll er einen Landwirt und einen weiteren Autofahrer beschossen oder zumindest bedroht haben. "Nach ersten Erkenntnissen blieben beide allerdings unverletzt", hieß es. Die Hintergründe für die Taten waren zunächst völlig unklar. Zum Motiv und zum Alter des mutmaßlichen Täters konnte ein Polizeisprecher keine gesicherten Angaben machen.

Großfahndung der Polizei

Der Verdächtige flüchtete nach den Taten gegen 10:00 Uhr zunächst mit einem silbernen Cabrio mit Ansbacher Kennzeichen. Die Polizei startete daraufhin eine Großfahndung und rief die Bevölkerung auf, bei Hinweisen sofort den Notruf zu wählen: "Der Fahrer ist bewaffnet und macht rücksichtslos von der Schusswaffe Gebrauch", erklärten die Fahnder. Kurze vor der Mittagszeit erfolgte die Festnahme bei Bad Windsheim. Damit fuhr der mutmaßliche Amokläufer nach den Taten noch rund 30 Kilometer mit dem Auto.

Anwohner fassungslos

Der Bürgermeister von Leutershausen, Siegfried Hess, zeigte sich entsetzt. "In einem Ort mit 5500 Einwohnern, in dem wie immer beschaulich gelebt haben, kannte man solche Situationen nur aus dem Fernsehen", sagte Hess. Er sei "fassungslos und von den Socken". In so einem ländlichen Gebiet könne man sich so etwas gar nicht vorstellen. "Und dann passiert so etwas vor der Haustür. Da fällt einem nichts mehr ein." Er habe den Hinterbliebenen bereits kondoliert. Am Nachmittag um 14 Uhr sollten bei einer Pressekonferenz im Landratsamt in Ansbach weitere Details zu dem Vorfall bekanntgegeben werden.

Zweiter Amoklauf im Kreis Ansbach

Im September 2009 war ein 18 Jahre alter Gymnasiast an seiner Schule in Ansbach mit einem Beil, Messern und Molotow-Cocktails Amok gelaufen, er verletzte 15 Menschen. Das Landgericht Ansbach verurteilte den Täter im April 2010 zu neun Jahren Jugendhaft und wies seine Unterbringung in einer Psychiatrie an.

(dpa/aba)

comments powered by Disqus