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Radio Hamburg

Neue Berichte von Polizeigewalt

Afroamerikanerin stirbt nach Festnahme

Washington, 22.07.2015
Sandra Bland, Polizeikontrolle, Texas, Youtube

Sandra Bland wird von dem Polizisten mit einem Elektroschocker aus ihrem Auto gezerrt. Drei Tage später ist sie tot.

Sandra Bland hat den Blinker nicht gesetzt. Sie wird von der Polizei gestoppt und inhaftiert. Drei Tage danach stirbt die junge Schwarze in ihrer Zelle. Vieles ist unklar.

Erst eskaliert eine Polizeikontrolle in Texas wegen eines nicht gesetzten Blinkers, dann wird die inhaftierte schwarze Fahrerin leblos in ihrer Zelle gefunden: In den USA hat der Tod der 28-jährigen Sandra Bland nach einer umstrittenen Festnahme im Verkehr die Wellen hochschlagen lassen.

Polizeivideo veröffentlicht

Die Behörden veröffentlichten am Dienstag (Ortszeit) ein Polizeivideo der Kontrolle in der Region nordwestlich von Houston. Darin ist zu sehen, wie ein weißer Polizist und die Schwarze in einen lauten Streit geraten. Er holt sie mit einem Elektroschocker aus dem Auto und legt ihr Handschellen an. Bland fragt mehrfach nach dem Anlass ihrer Festnahme. Zuvor waren Videobilder aus der Zelle in Hempstead veröffentlicht worden, in der die Frau nach dem Vorfall einsaß.

Familie bezweifelt Suizid

Gefängnismitarbeiter hatten in der vergangenen Woche ihren leblosen Körpers gefunden. Die Polizei geht von einem Suizid aus und beruft sich auf eine medizinische Untersuchung. Die Familie und deren Anwalt Cannon Lambert bezweifelten, dass Bland sich selbst getötet hat. Sie verlangten eine "unabhängige Autopsie". Blands Familie betonte, die Frau sei nach Texas gekommen, um an der Prairie View A&M Universität einen neuen Job zu beginnen. Das spreche gegen Suizid-Absichten.

Große Diskussion um Polizeigewalt

Polizeigewalt gegen unbewaffnete Afroamerikaner ist in den USA seit längerem ein großes Thema. Staatsanwalt Elton Mathis hatte zu Wochenbeginn angekündigt, die Untersuchung werde so intensiv geführt, "als wäre sie eine Mordermittlung". Im Netz wurde der Fall viel kommentiert - auch mit Blick auf die Frage, ob die Hautfarbe eine Rolle spielte.

Weiterer Todesfall in Ohio

Auch im US-Bundesstaat Ohio ist es bei einer Polizeikontrolle zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Wie der Sender CNN am Mittwoch berichtete, wurde ein 43-jähriger Schwarzer am Sonntag von einem weißen Polizisten erschossen, nachdem er bei der Kontrolle mit dem Beamten des Sicherheitsdiensts der University of Cincinnati in einen Streit geriet. Der 13-fache Familienvater fuhr einen Wagen ohne vorderes Nummernschild, als der angetrunkene Mann angehalten wurde. Als der Polizist ihn aufforderte, aus dem Auto auszusteigen, kam es dem Bericht zufolge zu einem Handgemenge. Der Polizist griff zur Waffe und schoss den offenbar Unbewaffneten in den Kopf. Die Polizei in Cincinnati hat Ermittlungen aufgenommen.

(ste / dpa)

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