Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Wo seid Ihr?

Deutschlands dramatische Vermisstenfälle

Hamburg, 30.07.2015
Puzzle

In Deutschland werden bis zu 150 Personen täglich als Vermisst gemeldet.

Gerade sucht ganz Deutschland nach Familie Schulze aus Drage, aber in ganz Deutschland warten viele Menschen auf das Wiederkommen Ihrer Lieben.

Momentan spricht fast ganz Deutschland über das Verschwinden von Familie Schulze aus Drage, in der Nähe des niedersächsischen Winsen. Die dreiköpfige Familie wird seit dem 23. Juli vermisst - bisher war die fieberhafte Suche erfolglos. Aner die Familie ist nur die Spitze des Eisbergs. 

Täglich werden in Deutschland bis zu 150 Vermisstenfälle gemeldet, die Hälfte davon klärt sich schon innerhalb einer Woche auf, 80 Prozent innerhalb eines Monats, bei 97 Prozent der Fälle bekommen Angehörige nach ca. einem Jahr Gewissheit über das verbleiben Ihrer Lieben. Aber der Rest?

Quälendes Warten von Eltern, Geschwistern, Kindern, Freunden und die Frage nach dem Wieso, Warum und vor allem Wo. Manchmal gehen die seelischen Schmerzen soweit, dass sich Angehörige nach Jahren der Suche auch mit der Bestätigung des Todes des gesuchten Menschen zufrieden geben würden - nur um endlich Klarheit zu haben. Uns ist allen noch der Fall der Österreicherin Natascha Kampusch im Gedächtnis, die entführt wurde und nach unglaublichen acht Jahren mit 18 sich aus der Gefangenschaft ihres Peinigers befreien konnte.

Aber auch in Deutschland führt das BKA eine lange Liste an vermissten Personen. Ganz oben stehen momentan die vermissten Kinder Elias (vermisst seit 8. Juli 2015) und Inga (vermisst seit 2. Mai 2015).

Hilfe bei Vermisstenfällen

Die erste Anlaufstelle bei Vermisstenfällen ist natürlich die Polizei, die vor allem beim Verschwinden von Kindern sofort Alarms schlägt. Bei Erwachsenen wird meist erst nach 24 Stunden die Ermittlung aufgenommen. Oftmals klärt sich in diesem Zeitraum der Verbleib schon auf. Ein Streit, eine Party, ein unangekündigter Kurz-Trip - es kann viele Gründe geben.

Klärt sich die Suche nicht schnell auf, gibt es verschiedene Möglichkeiten, nach dem Verschwundenen zu suchen. Zum Beispiel über das Rote Kreuz, das eine weltweite Suche möglich macht. Oder über das Auswärtige Amt, wenn Personen schon gleich im Ausland vermisst werden. Eine Anlaufstelle ist ebenfalls der DRK-Suchdienst: er hilft Menschen, die aufgrund bewaffneter Konflikte, Katastrophen oder anderer humanitärer Notlagen verzweifelt auf Nachricht von ihren Angehörigen warten oder ihre Nächsten vermissen sowie Familien, die aufgrund ungünstiger politischer Verhältnisse getrennt voneinander leben müssen.

Speziell für die Suche nach Kindern gibt es die Initiative " Vermisste Kinder". Dort kann man eine Suche aufgeben, bei der Suche mithelfen oder Spenden, um eine Suche intensivieren zu können.

Auch die Hamburger Polizei stellt vermisste Fälle online, die sich nicht aufklären lassen. 

(aba)

comments powered by Disqus