Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Ahmed Mohamed

14-jähriger Uhrenbastler von Obama eingeladen

Irving, 17.09.2015
Ahmed Mohamed, 14-jähriger Uhrenbastler, Koffer, Picture Alliance

Weil Ahmeds Lehrerin eine Bombe in dem Koffer vermutete, wurde der Junge von der Polizei in Handschellen abgeführt.

Weil er eine selbstgebastelte Uhr mit in die Schule gebracht hat, wurde Ahmed Mohamed von der Polizei festgenommen. Nun wurde er von Barack Obama eingeladen.

Der 14-jährige Schüler Ahmed Mohamed aus Irving in Texas ist begeisterter Elektro-Bastler. Das hat nun dafür gesorgt, dass er in Handschellen aus dem Unterricht abgeführt wurde und stundenlang von der Polizei vernommen wurde.

Was war passiert?

Der Neuntklässler hatte aus mehreren Bauteilen eine große Uhr zusammengeschraubt, deren Drähte und Schaltteile aus seinem Schulranzen ragten - und die während der Stunde piepte. Ahmeds Englischlehrerin dachte, ihr Schüler habe eine Bombe gebaut und alarmierte Direktor und Polizei. Ahmeds Beteuerungen waren vergebens. Er wurde am Montag abgeführt, von sechs Polizisten vernommen, ihm wurden Fingerabdrücke abgenommen und er wurde stundenlang festgehalten. Die Polizei erklärte, es könne sein, dass Ahmed wegen des Baus einer Bombenattrappe dran sei.

Mitglied des Roboterclubs

Die "Dallas Morning News" zeigten am Mittwoch ein Video des dunkelhäutigen Jungen, der in seinem Zimmer, das einem Elektrolager gleicht, ernst in die Kamera spricht. Ahmed sagte, er liebe das Basteln. In der Middle School war er Mitglied des Roboterclubs. "Jetzt, an der High School, weiß keiner so richtig, was ich mache", sagte er. Er schraube einfach wie früher an Sachen.

Drei Tage Schulverbot

Ahmeds aus dem Sudan eingewanderter Vater sagte: "Ahmed möchte gute Sachen für die Menschen erfinden. Aber weil er Mohamed heißt und auch wegen des 11. September, ist er schlecht behandelt worden." Die Angst vor Terror und Anschlägen nimmt in den USA mitunter extreme Züge an. Fast jede Schule hat ein festes Ablaufprotokoll für Zwischenfälle. Ahmed durfte drei Tage lang nicht zur Schule gehen. Er hat geschworen, nie mehr eine Erfindung mit zur Schule zu nehmen.

Einladung von Barack Obama

Nach dem Vorfall bekommt Ahmed aber auch mächtige Unterstützung. So hat US-Präsident Barack Obama den Jungen am Mittwoch auf Twitter ins Weiße eingeladen: "Coole Uhr, Ahmed. Magst Du sie ins Weiße Haus bringen? Wir sollten mehr Kinder wie Dich dazu bringen, Wissenschaft zu mögen. Es ist das, was Amerika groß macht."

(dpa / ste)

comments powered by Disqus