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Radio Hamburg

Erdogan-Schmähgedicht

Böhmermann legt Fernsehpause ein

Jan Böhmermann, Neo Magazin Royal, Pressebild

Jan Böhermann will vorerst eine TV-Pause einlegen. 

Es ist ein weiterer Paukenschlag im Fall Böhmermann gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan - der Satiriker zieht sich vorerst aus dem Fernsehen zurück.

Nachdem die Bundesregierung am Freitag (15.04) den Weg für ein gesondertes Strafverfahren gegen den TV-Moderator Jan Böhmermann wegen Beleidigung des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan freigemacht hat, hat sich Böhmermann am Samstagnachmittag (16.04) das erste Mal über Facebook selbst zu Wort gemeldet.

TV-Pause für Böhmermann

Wie der Moderator in einem kurzen Statement schreibt, habe er sich dazu "entschlossen eine kleine Fernsehpause einzulegen, damit sich die hiesige Öffentlichkeit und das Internet mal wieder auf die wirklich wichtigen Dinge (...) konzentrieren" könne. Außerdem bedankt sich Böhmermann in dem Facebook-Post von Herzen für die "Solidarität für die Sendung von der überwältigenden Mehrheit derjenigen, die nicht Präsident Erdogan sind." Gewohnt satirisch und ironisch erklärt der 35-Jährige in dem Post seine Beweggründe und schreibt am Ende, dass er nun das Land verlassen werde, um "sich beim Twerk&Travel durch Nordkorea die Sache mit der Presse- und Kunstfreiheit nochmal genau erklären" zu lassen, "bevor ich noch ein paar Tage mit meinem Segway auf dem Jakobsweg pilgere, um mich selbst zu finden."

Ernst oder der Gag des Jahrtausends?

Nach der Veröffentlichung des Kommentars stellen sich Fans und Kritiker des Satirikers nun die Frage, ob die TV-Pause tatsächlich ernst gemeint ist oder ob es dabei vielleicht doch um den größten Böhmermann-Gag handelt, den es bisher gab. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Moderator einige Auftritte wie die Verleihung des Grimme-Preises oder die Radio-Talkshow "Sanft & Sorgfältig" abgesagt und sich unter Polizeischutz weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der Schritt scheint also konsequent. Möglich aber auch, dass hinter den Kulissen der Witz des Jahrtausends vorbereitet wird und wir gerade dabei sind, alle mächtig verschaukelt zu werden.

ZDF stellt sich hinter Moderator

Noch am Morgen hatte sich das ZDF hinter Mitarbeiter Böhmermann gestellt und erklärt: "Wir gehen mit ihm durch alle Instanzen". Der Satiriker bekomme vollen Rechtsschutz, sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut dem "Spiegel". Mit wirklich schnellen Entscheidungen ist in dem Fall allerdings nicht zu rechnen. Die Causa Böhmermann könnte sogar bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen, da beide Seiten dem Anschein nach nicht zum Einlenken bereit sind. "Ich streite es durch, bis ich obsiege», sagte der Münchner Anwalt Michael von Sprenger, der den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in dem Fall vertritt.

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