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Radio Hamburg

#nakeddonaldtrump

Nackt-Statue von Donald Trump sorgt für Wirbel

New York, 19.08.2016

Donald Trump sorgt ausnahmsweise einmal unfreiwillig für Schlagzeilen: in fünf amerikanischen Städten wurden Nackt-Statuen von ihm aufgestellt.

Die anarchistische Künstlergruppe Indecline hat in San Francisco, New York, Los Angeles, Cleveland und Seattle auf öffentlichen Plätzen eine lebensgroße, nackte Donald-Trump-Statue aufgestellt. 

"Der Kaiser hat keine Eier"

Die Hände über einem ausladenden Bauch verschränkt, mit der typischen Sturmfrisur versehen, dafür aber unter der Gürtellinie zurechtgestutzt, steht die Figur auf einem Sockel mit der Aufschrift "The Emperor has no Balls" (übersetzt etwa: "Der Kaiser hat keine Eier"), in frecher Anspielung auf den eitlen Kaiser in dem Märchen "Des Kaisers neue Kleider" von Hans Christian Andersen. In der Geschichte geht es um einen Herrscher, der sich angeblich prächtige Gewänder nähen lässt, die die Eigenschaft besitzen sollen, unsichtbar zu sein. Alle loben die Kleider, bis ein Kind die Wahrheitausspricht, dass der Kaiser in Wirklichkeit nackt ist.

Natürlich reagiert die Netz-Gemeinde begeistert: Unter den Hashtags #Indecline und #nakeddonaldtrump werden zahlreiche Selfies und Kommentare gepostet. 

Trump-Statue in New York entfernt

Am New Yorker Union Square wurde die Skulptur nach gut zwei Stunden entfernt, wie der "San Francisco Chronicle" berichtete. In Cleveland rückten die Verwaltung schon nach 20 Minuten an. Das sei "herzzerreißend" gewesen, sagte der Skulpteur des Kunstwerks, Joshua'Ginger' Monroe, der Zeitung. Im Castro-Bezirk in San Francisco, dem Schwulenviertel der Westküstenmetropole, gab es zunächst keine Abfuhr für die Trump-Statue. Im Gegenteil, noch am Donnerstagnachmittag (18.08., Ortszeit)war sie von Schaulustigen umlagert. "Wir haben keine Beschwerden erhalten", teilte eine städtische Sprecherin dem "Chronicle" mit.

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"Trump hat das verdient"

"Ich hoffe, sie wird hier lange stehen bleiben", sagte Mark Abramson (64) der Deutschen Presse-Agentur. "Man sieht hier viele Nackte", witzelte der in San Francisco lebende Autor. "Sehr gute Arbeit", verwies Abramson auf handwerkliche Details wie die bläulichen Adern und die schlaffe Haut am Gesäß. Und was ist mit politischer Korrektheit? "Ach Quatsch, Trump hat das verdient", sagte Abramson. "Wenn irgendjemand gegen politische Korrektheit ist, dann Trump". 

Vor einigen Monaten hatte bereits die Malerin Illma Gore mit dem Bild eines nackten Mannes mit einem winzigen Geschlechtsteil und dem Kopf von Donald Trump in den USA Aufsehen erregt. Der Titel des Werks "Make America Great Again" gleicht dem Wahlkampfslogan des republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

(dpa/mgä)

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