Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Germanwings-Tragödie

Arzt wollte Co-Piloten in Psychiatrie einweisen

RHH - Expired Image

Zwei Wochen bevor der Co-Pilot 150 Passagiere einer Germanwings-Maschine absichtlich in den Tod flog, wollte ihn ein Arzt in eine Psychiatrie einweisen.  

Die Ermittler haben am Sonntag (13.03), fast ein Jahr nach der Germanwings-Tragödie den Abschlussbericht vorgelegt.

Genau zwei Wochen bevor der Co-Pilot die Germanwings-Maschine mit 150 Menschen an Bord absichtlich in eine Felswand flog, wollte ein Arzt ihn in eine Psychiatrie einweisen. Germanwings wusste davon nichts. Fast ein Jahr nach dem schweren Unglück in Le Bourget bei Paris hat die französische Untersuchungsbehörde (BEA) den Abschlussbericht vorgelegt.

"Klare Änderung der Regeln!"

Doch wie kann es in Zukunft verhindert werden, dass kranke Piloten Flugzeug-Katastrophen auslösen? Die französische Untersuchungsbehörde legt nach dem Germanwings-Unglück jetzt Empfehlungen vor. Als Konsequenz aus der Germanwings-Katastrophe fordert die BEA routinemäßige Überprüfungen bei Piloten-Ausfällen sowie klare Regeln für die ärztliche Schweigepflicht. Die Schweigepflicht bei einer Gefährdung sei bislang von Land zu Land unterschiedlich geregelt, heißt es im Abschlussbericht. Beide Maßnahmen sollten "auch im Hinblick auf psychiatrische und psychologische Probleme" erfolgen. Auf Empfehlungen für Veränderungen an verschlossenen Cockpit-Türen verzichtet die Untersuchungsbehörde. Die Türen seien wegen der Gefahr einer terroristischen Bedrohung gesichert, sagte BEA-Chef Rémi Jouty.

Die traurige Gewissheit

Nach Überzeugung der Ermittler brachte der Co-Pilot den Airbus A320 am 24. März 2015 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf absichtlich zum Absturz. Zuvor hatte er den Flugkapitän aus dem Cockpit ausgesperrt. Alle 150 Menschen an Bord starben in den französischen Alpen. Der 27-Jährige war nach Erkenntnissen der Ermittler psychisch krank und hatte bereits mehrere Ärzte aufgesucht. Er selbst informierte vor dem Unglücksflug 4U9525 demnach nicht über seine Krankschreibung: "Weder die Behörden, noch der Arbeitgeber waren vom Copiloten selbst oder von einer anderen Person, zum Beispiel einem Arzt, Kollegen oder einem Familienangehörigen informiert worden", heißt es in dem Bericht.

"Ein Fehler mit schrecklichen Folgen"

Der Abschlussbericht zeigt nach Ansicht des Anwalts der Opfer deutliche Mängel auf bei der Auswahl, der Einstellung und der Überwachung des verantwortlichen Co-Piloten. "Der Lufthansa-Konzern hat einen psychisch krankhaft vorbelasteten Pilotenanwärter eingestellt und ausgebildet, ein Fehler mit schrecklichen Folgen", kritisierte Anwalt Christof Wellens am Sonntag auf Anfrage. Außerdem sei der Mann trotz einer eingeschränkten Flugerlaubnis wegen seiner Vorerkrankung nicht mehr psychiatrisch untersucht worden.

Lest auch: Germanwings-Zwischenbericht: Copilot probte den Absturz beim Hinflug

Der von der französischen Flugsicherheitsbehörde (BEA) verfasste Zwischenbericht über den Germanwings-Absturz lie ...

(dpa/jmü)

comments powered by Disqus