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Radio Hamburg

Drama im Flieger

United Airlines-Passagier wird aus Flugzeug gezerrt

Chicago, 11.04.2017
United Airlines, Opfer, Arzt

So stellt man sich seinen Heimatflug nicht vor: Ein Passagier wird von der Flughafen-Polizei aus dem Flieger gezerrt.

Vor einem Inlandsflug in den USA hat sich im Flieger ein Drama abgespielt - und United Airlines erntet einen weiteren Image-Schaden.

Im digitalen Zeitalter wird mittlerweile alles aufgezeichnet und festgehalten. Wenn irgendwo etwas passiert, ist das Smartphone schnell gezückt und man kann diesen Moment per Klick sofort mit der Welt teilen. So wieder geschehen in einem Flieger der Fluggesellschaft United Airlines, wo ein Passagier auf brutalste Art und Weise vom Sicherheitspersonal aus dem Flugzeug gezerrt wurde.

Was war passiert?

Die Sonntagabendverbindung von Chicago nach Louisville war überbucht und so bekamen vier Mitglieder der Crew keinen Sitzplatz mehr. Mutmaßlich ist es die Regel, immer eine Hand voll Plätze mehr zu verbuchen, weil davon ausgegangen wird, dass ein paar Passagiere den Flug versäumen oder kurzfristig absagen müssen. Im Falle des Fluges 3411 kam das Personal dann auf die Passagiere zu und bat um vier Freiwillige, ihre Plätze der Crew zu überlassen. Im Gegenzug bot man den Passagieren $400 und eine Hotelübernachtung für einen Flugrücktritt an, aber auch nach einer Verdopplung des Geldbetrags meldete sich keiner.

„I have to go home!“

Als sich niemand freiwillig meldete, wählte das Personal per Zufall Passagiere aus, die den Flieger wieder verlassen müssen. Davon abgesehen, dass dieses Vorgehen nicht in Ordnung ist, wurde ein Fahrgast schließlich gegen seinen Willen aus dem Flugzeug gezogen. Ein Video von diesem Vorfall geht seitdem durchs Netz und stellt die Kompetenz von United Airlines erneut in Frage.

Bei dem Mann handelt es sich um einen 69-jährigen Arzt, der am Montagmorgen dringend bei seinen Patienten sein wollte. Nachdem er trotzdem den Flieger nicht verlassen wollte, wurde die Flughafen-Polizei gerufen, die den Mann dann aus dem Flieger holen sollte. Am Ende sei der Geschädigte mit blutigem Gesicht und leicht verwirrt wieder an Bord gekommen, woraufhin alle anderen Passagiere den Flieger verlassen mussten damit Ärzte sich dort um den Mann kümmern konnten. 

Der Abflug verspätete sich daraufhin um mehr als zwei Stunden. Ein Image-Desaster für United Airlines, welche einen der Flughafen-Polizisten bereits beurlaubt haben. Firmenchef Oscar Munoz entschuldigte sich im Nachgang über Twitter

Schlechte Erfahrungen mit United

Auch Radio Hamburg Moderatorin Birgit Hahn hat bereits vor 7 Jahren schlechte Erfahrungen mit United Airlines gemacht. Sie saß in der letzten Reihe eines Direktflugs von Hamburg nach New York. Natürlich genau die Reihe, in der bei diesem Flug das Entertainment-Programm komplett ausgefallen war. Also beschäftigte sich Birgit mit einem Hamburg Pärchen, das neben ihr saß. Es wurde sich locker unterhalten, auf Alkohol wurde verzichtet und da das Essen so schlecht war, dass sie es allesamt zurückgeben mussten, haben sie sich die letzten mitgebrachten Reiswaffeln geteilt, um auf dem Langstreckenflug nicht zu verhungern.

Unhöflich und ignorant

Wie aus dem Nichts kam plötzlich eine Stewardess zu ihnen geeilt und beschwerte sich lauthals und brüllend, wie man denn auf die Idee komme sich die ganze Zeit zu unterhalten und man damit ja den Schlaf der Kollegen stören würde. Daraufhin beschwerten sich die drei Hamburger darüber, dass das Entertainment-Programm nicht funktioniert und das Essen nicht geschmeckt hatte, und kurzum wurden alle drei den Rest des Fluges gar nicht mehr bedient. Keine Getränke, keine Speisen. So ein Verhalten darf sich eine so große Fluggesellschaft eigentlich nicht leisten.

Weitere Fehltritte

Erst vor kurzem ging die Nachricht durchs Netz, dass zwei jungen Mädchen das Betreten eines United Airlines Fliegers untersagt worden ist. Grund dafür sei gewesen, dass sie beide eine Leggins trugen. Die Netzgemeinde war empört und viele Prominente äußerten sich zu dem Fall.

Die Airline verteidigte ihr Verhalten dadurch, dass die jungen Frauen im Besitz von besonderen Tickets waren, die nur für Freunde und Angehörige von Airline-Mitarbeitern erhältlich sind. Und nur für diese gelte auch ein besonderer Dresscode. Alle anderen Passagiere mit Leggins wären herzlich willkommen gewesen.

Habt Ihr auch schon schlechte Erfahrungen mit Fluggesellschaften oder insbesondere United Airlines gemacht?

(tsa)

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