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Radio Hamburg

Absoluter Aufreger!

Frau stillt Kind im Vollrausch

Hamburg, 21.02.2017
Schwangerschaft und Alkohol

Alkohol in der Schwangerschaft und beim Stillen geht gar nicht!

Eine Frau aus Bonn hat ihr Kind mit 1,8 Promille gestillt. Wie dumm muss man sein? Das macht Alkohol mit den Kleinsten.

Eine Meldung vom Sonntag, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt: Eine Mutter aus Hennef bei Bonn hat mit 1,8 Promille Alkohol im Blut ihr Baby gestillt. Polizeibeamte, die in das Haus gerufen worden waren, beobachteten die Szene am Samstagabend und schalteten sofort das Jugendamt ein. Der apathisch wirkende, zwei Monate alte Säugling wurde in eine Kinderklinik gebracht. Auch zwei Geschwister im Alter von vier und sechs Jahren, die "einen sichtlich verhaltensgestörten Eindruck" machten, kamen in einer Kindernotstelle unter. Eltern und Großvater waren völlig betrunken.

Das regt mich auf!

Da habe ich kurzzeitig keine Worte mehr! Geht's noch? Scheinbar ja, denn eine neue Studie offenbart: Fast jede 4. Frau greift in der Schwangerschaft zu Alkohol. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was an Alkohol gesund sein soll und erst recht nicht, wenn man ein unschuldiges Baby im Bauch hat. Der Frauenkörper gibt ja schließlich alles 1:1 an das Kind weiter. Ebenso, wenn man stillt. Rauchen und Alkohol gehen da gar nicht. Und dann ist es vollkommen richtig, wie hier in Bonn, dass die Kinder aus der Familie genommen werden. Das Wohl der Kinder ist gefährdet, die Eltern, die Großeltern nicht im Stande, verantwortungsvoll zu handeln. Was mich aber daran viel mehr schockiert, sind nicht diese drastischen Fälle, sondern das Konsumieren von Alkohol in der Schwangerschaft oder während des Stillens so ganz nebenbei. Als würde es zum guten Ton gehören. Ein Gläschen Wein geht schon, dann pumpe ich eben ab. Nein, niemals, das geht einfach nicht!

10.000 Babys kommen jährlich quasi im Vollrauch auf die Welt!  Und weiter heißt es in einer Studie der Drogenbeauftragten der Bundesregierung: "Man vermutet, dass davon mehr als 2.000 Kinder das Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS), einer schwerwiegenden geistigen und körperlichen Behinderung, aufweisen.

So wird das Kind geschädigt

Durch den Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann es zu komplexen Hirnschädigungen kommen. Das Frontalhirn ist davon besonders betroffen, das Einfluss auf die Impulssteuerung und die Lernfähigkeit des Gehirns und das Wichtigste: Die Schädigung durch Alkohol in der Schwangerschaft ist als solche unumkehrbar.

Und ganz ehrlich: wer es nicht mal schafft, 9 Monate die Finger vom Alkohol zu lassen, wie sollte derjene verantwortungsvoll ein Kind erziehen?