Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

#FreeDeniz

Autokorso für inhaftierten Deniz Yücel

Hamburg, 01.03.2017
#FreeDeniz, Autokorso Hamburg, Picture Alliance

Mit einem Autokorso haben Dienstagabend rund 200 Menschen für die Freilassung von Deniz Yücel demonstriert. 

Mit einem Autokorso haben rund 200 Menschen in Hamburg für die Freilassung des in der Türkei inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel demonstriert.

Nach der Verhaftung des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel erhöhen Politiker aus dem In- und Ausland den Druck auf die Türkei. Die EU-Kommission forderte Ankara zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien auf. Besorgt äußerte sich auch Bundespräsident Joachim Gauck. "Was derzeit in der Türkei passiert, weckt erhebliche Zweifel, ob die Türkei ein Rechtsstaat bleiben will", sagte er. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, das Verhältnis beider Länder "steht gerade vor einer der größten Belastungsproben in der Gegenwart".

Yücel sitzt in Untersuchungshaft

Yücel, der einen deutschen und türkischen Pass hat, war am Montag in der Türkei nach rund zweiwöchigem Polizeigewahrsam in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sagte der "Welt", die Europäische Kommission sei sehr besorgt über die große Zahl an Verhaftungen von Journalisten in der Türkei und die selektive Anwendung der Anti-Terror-Gesetzgebung. "Der Fall von Deniz Yücel zeigt leider, wie berechtigt diese Sorgen sind." Die EU habe wiederholt betont, dass die Türkei als Kandidatenland die höchsten demokratischen und rechtsstaatlichen Standards einhalten müsse, insbesondere was die Meinungs- und Medienfreiheit betreffe.

Bekundungen im Netz

Auch im Netz sprechen sich unter dem Hashtag #FreeDeniz zahlreiche Menschen für die Freilassung von Deniz Yücel und den anderen inhaftierten Journalisten aus und demonstrieren für Pressefreiheit und Demokratie. Auch Radio Hamburg Nachrichten-Anchor Rainer Hirsch und seine Kolleginnen geben ein klares Statement ab:

comments powered by Disqus