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Radio Hamburg

Brauchen wir das auch in Deutschland?

Polen: Datenbank von Sexualstraftätern

Hamburg, 03.01.2018
Polnische Datenbank für Sexualstraftäter

So werden die Sexualstraftäter in der polnischen Datenbank dargestellt.

Das polnische Justizministerium hat ein Register mit Namen, Fotos und Adressen von rund 800 verurteilten Sexualstraftätern online gestellt. 

Die  Datenbank des polnischen Justizministeriums ist seit Jahresbeginn auf der Webseite des Ministeriums öffentlich zugänglich, wie die Behörde mitteilte.

Sie enthalte Daten wie Namen, Geburtsorte, Aufenthaltsorte und Fotos der gefährlichsten Sexualverbrecher sowie Informationen über die von ihnen begangenen Taten.

Es handele sich vor allem um Pädophile, die Kinder unter dem 15 Lebensjahr missbraucht hätten, sowie besonders brutale Vergewaltiger, hieß es. Das Register wird demnach laufend aktualisiert. Das
Justizministerium wolle damit - unter anderem dem Vorbild der USA folgend - Kriminelle besser kontrollieren und Verbrechen vorbeugen.

"Das Recht auf den Schutz unserer Kinder steht über der Anonymität von Verbrechern", sagte Justizminister und Generalstaatsanwalt Zbigniew Ziobro.

Die Einsicht eines erweiterten Registers mit rund 2600 Sexualtätern, die unter anderem auch wegen Kinderpornografie verurteilt wurden, ist nur nach vorheriger Registrierung für bestimmte Institutionen und Behörden einsehbar. Das Justizministerium fordert unter anderemSchuldirektoren auf, ihr Personal vor der Einstellung mithilfe der Datenbank zu überprüfen. Würden verurteilte Sexualverbrecher zur Arbeit mit Kindern eingestellt, drohten Geld- oder Haftstrafen.

(dpa/aba)

Wie steht ihr dazu? Brauchen wir in Deutschland auch solch eine Datenbank oder darf der Datenschutz nicht angetastet werden und demnach kein "Online-Pranger" ins Netz gestellt werden.