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Radio Hamburg

Altes Land

Soll Weltkulturerbe werden

Altes Land, Obsthof, Kirschblüte

Die Kirschblüte lockt jedes Jahr wieder Tausende Menschen ins Alte Land.

Niedersachsen will den Weltkulturerbestatus, Hamburg ist eher skeptisch.

Hamburg/Niedersachsen - Riesige Obstplantagen, Jahrhunderte alte Höfe und starke bäuerliche Traditionen: Das Alte Land soll Weltkulturerbe werden. Für dieses Ziel kämpfen die niedersächsischen Kommunen Lühe und Jork (Kreis Stade). Sie wollen bis zum Herbst den´entsprechenden Antrag stellen. Doch das Alte Land ist zwar eine Kulturlandschaft, liegt aber zu zwei Dritteln in Niedersachsen und zu einem Drittel in Hamburg. Die Niedersachsen hoffen, dass die Hansestadt bei der seit Jahren diskutierten Welterbe-Initiative mitzieht, doch dort gibt es viele wirtschaftliche Bedenken.

Jorks Bürgermeister Rolf Lühmann (CDU) hat deshalb einen Brief an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) geschrieben. Wie die Antwort aussehen werde, sei noch unklar, sagt der Sprecher der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Volker Dumann. Bis dahin will er sich nicht näher äußern, ebenso die Sprecherin des Bezirksamtes Harburg, Petra Schulz. Das Bezirksamt ist für den Hamburger Teil des Alten Landes verantwortlich. "Wir halten uns jetzt zurück", sagt Schulz. Sie erklärt lediglich, es gebe "gewisse Bedenken", weil "der Süderelberaum auch ein Wirtschaftsraum" sei, in dem viele Unternehmen angesiedelt seien. Mit dem Unesco-Siegel dürften für sie keine Nachteile verbunden sein.

Gesicherte Zukunf mit Weltkulturerbestatus

Das Alte Land mit mehr als 400 Baudenkmälern erstreckt sich über eine Fläche von 170 Quadratkilometern zwischen Hamburg und Stade. Es wird von Nebenflüssen der Elbe auf natürliche Weise in drei Bezirke gegliedert, die seit dem Mittelalter als "Meilen" bezeichnet werden. Holländische Siedler kultivierten das Alte Land im 12. Jahrhundert. Zeugnisse dieser Geschichte wie Deiche, Entwässerung und Siedlungsstrukturen seien im Wesentlichen bis heute erhalten, berichtet Bürgermeister Lühmann. "Dies ist eine ganz besondere Kulturlandschaft, wir müssen alle an einem Strang ziehen", meint die Vorsitzende des Vereins für die Anerkennung des Alten Landes zum Welterbe der Unesco, Kerstin Hintz, in Jork.

Mit dem Projekt verbinden die Altländer viele Hoffnungen: "Der Welterbestatus bietet in jedem Fall eine gesicherte Zukunftsperspektive und viel internationale Aufmerksamkeit", ist Hintz überzeugt. Es sei dann nicht mehr möglich, "über die
einzigartige Landschaft einfach drüber wegzuplanen". Zudem sollen noch mehr Touristen angelockt werden. Nach Worten des Bürgermeisters von Jork konnten inzwischen auch die Obstbauern von dem Vorhaben überzeugt werden. Sie werden nach seinen Angaben mit am Tisch sitzen, wenn der Antrag in den nächsten Monaten formuliert wird.