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Radio Hamburg

Mädchenmorde im Kreis Goslar

Mutter psychisch krank

Der Großvater der Kinder hatte seine beiden toten Enkelinnen am Dienstagmorgen (12.04.) entdeckt.

Goslar - Schwere seelische Probleme der Mutter sind offenbar der Grund für ein Familiendrama im Harz, bei dem zwei kleine Mädchen erstochen wurden. Die fünf Jahre alte Schwester entkam nur um Haaresbreite einem ähnlichen Schicksal wie ihre beiden toten Geschwister, erklärte am Mittwoch (13.04.2011) einer der Ermittler bei einer Pressekonferenz in Goslar. "Vieles deutet darauf hin, dass die geschiedene und alleinerziehende Mutter nicht die seelische Stabilität für die Alltagsbelastungen hatte", sagte Polizist Michael Blase.

In Langelsheim im Kreis Goslar waren am Dienstagmorgen die Leichen der vier Monate alte Amelie und der fünf Jahre alten Laura gefunden worden. Ihre Mutter wurde kurz danach unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Lauras Zwillingsschwester Louisa war kurz nach acht Uhr morgens zu ihrem Großvater ins Nebenhaus gerannt und hatte ihm berichtet, dass daheim etwas Schreckliches geschehen sei. Der Opa fand dann in der Wohnung seiner Tochter die kleine Laura tot im Flur. Die vier Monate alte Amelie lag mit schwersten Stichverletzungen in ihrem Kinderbett. Beide Kinder hatten massiv Blut verloren - offenbar hatte die Mutter mit einem simplen Haushaltsmesser immer wieder
zugestochen.

Mutter hatte Hilfe beim Jugendamt gesucht

Die 34-Jährige selbst habe mit leichten Stichverletzungen in der Wohnung gesessen und völlig apathisch gewirkt, berichtete der Polizist. Die Frau war in therapeutischer Behandlung und erst im März aus einer Klinik entlassen worden. Damals erkannten die Ärzte bei ihr aber keine Anzeichen dafür, dass sie sich oder anderen Schaden zufügen könnten, berichteten die Ermittler. Was sich genau im obersten Stock des kleinen Einfamilienhaus im Langelsheimer Ortsteil Astfeld abspielte, ist allerdings weiter unklar. Auch zu einem möglichen Tatmotiv der Mutter konnte die Polizei noch keine Angaben machen, weil bisher keiner der Angehörigen befragt werden konnte. Weder die tatverdächtige Frau noch die Großeltern seien vernehmungsfähig. Auch die Väter der toten Kinder seien bislang nicht befragt worden - die Zwillinge und das Baby hatten verschiedene Väter. Die Mutter war seit Oktober vergangenen Jahres geschieden.

Die Mutter hatte von sich aus Kontakt zum Jugendamt gesucht. "Sie hat auch Hilfe bekommen dort", sagte einer der Ermittler. Spekulationen über mögliche Versäumnisse der Behörden könnten daraus aber nicht abgeleitet werden, betonte er. Es sei nicht zu erkennen gewesen, dass es eine Mangelsituation im sozialen Umfeld gegeben habe. Die Familie sei im Ort "normal" verankert gewesen. Die Einwohner des kleinen Ortsteiles Astfeld wollten am Abend in einem
Trauergottesdienst der beiden toten Kinder gedenken. Die Zwillingsschwester der getöten Laura wurde nach einer ambulanten Behandlung inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen und ist nun in der Obhut ihrer Großeltern.