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Radio Hamburg

Elbvertiefung

Schwere Vorwürfe gegen Behörde

Altes Land, Obsthof, Kirschblüte

Die Bauern im Alten Land fürchten um ihre Obsternte.

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde sowie die Schifffahrtsdirektion sollen der EU-Kommission wichtige Gutachten zur Elbvertiefung vorenthalten haben.

York/Hamburg - Die Elbvertiefung sorgt wieder für Streit. Dieses Mal werden schwere Vorwürfe erhoben: Die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord sollen laut „Spiegel“ der EU-Kommission wichtige Gutachten vorenthalten haben. Sie besagen angeblich, dass der Süßwassergehalt durch die Elbvertiefung dramatischer steigen würde als bisher gedacht. Dadurch würden in der Gemeinde York Obstbaumkulturen stark gefährst.

Susanne Meinecke zu den Vorwürfen:

„Die im Spiegel zur … thematisierten Vorwürfen sind haltlos und falsch. Es wurde selbstverständlich nichts unterschlagen. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion des Bundes ist in Gesprächen mit Niedersachsen und in diesen Gesprächen sind alle Einwände und Gutachten jederzeit transparent kommuniziert worden und auch der EU-Kommission bekannt.“

Rolf Lühmann, Bürgermeister der Gemeinde York, erhebt ähnliche Vorwürfe. Diese wären damit aber hinfällig. Zu der Frage, ob er der Behörde eine Lüge zutraue:

„Das will ich nicht behaupten. Wir haben aber von anderen, die die Briefsendungen an die EU kennen, die Mitteilung bekommen, dass unsere Dinge nicht genannt wurden. Diese sind dort abgetan worden.“

Nächsten Monat sind Kommunalwahlen in Niedersachsen. Das Thema Elbvertiefung ist sehr heikel für Ministerpräsident McAllister, denn die von einer Elbvertiefung betroffenen Deichgebiete in Otterndorf gehören zu seinem Wahlkreis. Das ist doch kein Zufall, dass das Thema ausgerechnet jetzt wieder in der Presse erscheint. Oder, Herr Lühmann?

„Also von mir ist das nicht forciert worden, da diese Einwendung zur EU ja schon einige Monate her ist und wir ja alle darauf warten, was die EU dazu sagt. Also diese Forcierung in der Presse kommt nicht hierher.“

Der Hamburger Hafen ist der zweitgrößte Arbeitgeber in Niedersachsen. Indem Sie gegen die Elbvertiefung sind, sägen Sie doch eigentlich auf dem Ast, auf dem Sie sitzen?

„Wenn man das so oberflächlich betrachtet ja, anders herum fahren alle Schiffe der größten Klassen zurzeit ohne Probleme nach Hamburg rauf…“

Das tun sie, allerdings nur weil sie nicht voll beladen sind, dass dürfen die neuen Riesenschiffe nämlich nicht. Reeder und Terminal-Betreiber befürchten daher Standort-Nachteile, wenn die Fahrrinne nicht bald vertieft wird.