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Radio Hamburg

Maskenmann

Weiteres Misshandlungsopfer aufgetaucht

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Ein Urteil gegen Martin N noch vor Weihnachten wird immer unwahrscheinlicher.

Das Urteil gegen den mutmaßlichen Kindermörder und Serienvergewaltiger Martin N. könnte sich verzögern.

Stade - Die Liste der Gräueltaten des «Maskenmanns» ist lang. Drei Jungen soll der 40 Jahre alte Pädagoge ermordet und etliche sexuell missbraucht haben. Dennoch könnte der Prozess gegen den mutmaßlichen Serienmörder noch vor Weihnachten zu Ende gehen. Zehn Tage lang hätte das Landgericht Stade dann seit Oktober verhandelt. Doch ob die Richter das Urteil wie angepeilt am 23. Dezember fällen können, ist seit Montag fraglich.

Vor wenigen Tagen ist ein bislang unbekanntes Missbrauchsopfer aufgetaucht. Die Kammer hatte den jungen Mann am Montag als Zeugen geladen. Seine Aussage wurde aber nach einem Einspruch der Verteidiger auf Mittwoch verschoben. Sie wollen erst genau prüfen, ob der Zeuge glaubwürdig ist. Auch das Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten soll frühstens am nächsten Verhandlungstag dran kommen. Vergangene Woche habe der Zeuge bei der Polizei angegeben, dass Martin N. ihn 2007 missbraucht habe, sagte Oberstaatsanwalt Johannes Kiers. Jahrelang hatte er geschwiegen - bis sein Halbbruder vor einer Woche gegen Martin N. wegen sexueller Übergriffe von 2002 bis 2004 vor Gericht aussagte. Danach vertraute sich der junge Mann seinem Vater an, der daraufhin die Polizei informierte. Die beiden Halbbrüder könnten in dem Prozess eine wichtige Rolle hinsichtlich der Sicherungsverwahrung spielen. Denn ihre Aussagen belegen, dass der aus Bremen stammende Verdächtige sich auch später noch an Jungen vergriffen hat - also möglicherweise auch heute noch gefährlich ist.

Großteil der Taten gestanden

Die Anklageschrift legt ihm drei Morde und 20 Missbrauchsfälle zwischen 1992 und 2001 zur Last. Den Großteil der Taten hat der "Maskenmann" gestanden. Getarnt mit einer Sturmhaube und dunkler Kleidung soll Martin N. nachts in Häuser, Ferienheime oder Zeltlager eingedrungen sein und sich an den schlaftrunkenen Jungen vergriffen haben. Dreimal entführte und tötete er seine Opfer. Den 13-jährigen Stefan und den achtjährigen Dennis R. verscharrte er im Sand. Den neunjährigen Dennis K. legte er in einem Wald ab. Fast zehn Jahre nach seinem letzten Mord kamen ihm die Fahnder schließlich auf die Schliche.

(dpa)