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Radio Hamburg

Keine Anklage gegen Rentner aus Sittensen

Aus Notwehr gehandelt

Der Rentner aus Sittensen, der im Dezember 2010 einen Jugendlichen erschossen hat, wird nicht angeklagt.

Stade - Nachdem ein Rentner in Sittensen im Dezember vergangenen Jahres einen 16-Jährigen erschossen hat, steht jetzt fest, dass der Fall juristisch keine Konsequenzen für den 77-Jährigen hat. Die Staatsanwaltschaft erhebt keine Anklage, sie ist überzeugt, dass der Jäger aus Notwehr zur Waffe gegriffen hat.
 
Der 16-Jährige hat den Rentner zuvor mit vier weiteren Komplizen in seinem Haus überfallen und ausgeraubt. Als sie aus dem Haus gelaufen sind, hat der Rentner auf den Jugendlichen geschossen und ihn in den Rücken getroffen.

Kai-Thomas Breas von der Staatsanwaltschaft Stade, wieso ist das Notwehr gewesen, die Jugendlichen sind doch bereits geflüchtet? „Hier hat es keine Bedrohung mehr auf das Leben oder auf die Gesundheit des Rentners gegeben. Hier hat es nur noch eine Bedrohung auf das Hab und Gut gegeben. Soweit dauerte der Angriff auf die Wertgegenstände des Rentners noch an. Man ist in Deutschland nicht nur berechtigt, sein Leben und seine Gesundheit zu schützen, sondern man darf auch sein Eigentum verteidigen.

Notfalls auch mit Waffengewalt, wenn es keine andere Möglichkeit gibt und dabei spielt ganz entscheidend eine Rolle, dass der Rentner in Folge einer Knieoperation auf Krücken angewiesen war und demzufolge nicht in der Lage war, den Tätern hinterher zu laufen.“

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Entscheidung außerdem berücksichtigt, dass der Rentner verängstigt und geschockt gewesen ist. Die vier Komplizen des getöteten 16-Jährigen sind bereits vor zwei Wochen  zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.