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Radio Hamburg

Seehundstation Friedrichskoog

Heuler Waldemar gestrandet

Heuler Waldemar beim Nuckeln

Heuler Waldemar erweicht mit diesem Blick das kälteste Herz. In der Seehundstation wird er auch "Flossennuckler" genannt. Wie ein kleines Menschenkind, das sich den Daumen in den Mund steckt.

Bei dem stürmischen Wetter standen jetzt, wie hier Waldemar, hilflose Baby-Seehunde: sogar am Elbstrand.

Friedrichskoog - Bereits im letzten Jahr hat Sie und uns das Schicksal des kleinen Heulers Perle in der Friedrichskooger Seehundstation mitgenommen. Abgemagert kam das Seehundmädchen in die Obhut von Diplom-Biologin  Tanja Rosenberger und hat überlebt, konnte später sogar wieder ausgewildert werden. Da ist nicht nur den Heulern zum Heulen zu Mute gewesen.

Umso mehr beschäftigt uns jetzt das Schicksal des kleinen Waldemar, der wohl erst am 20. Mai geboren wurde, am 22. Mai aber ohne Mama auf der Hallig Langeness aufgegriffen wurde. Seine großen glänzenden Augen blicken in eine ungewisse Zukunft. Immerhin, in der Seehundstation ist er definitiv gut aufgehoben. 2010 sind über 100 Seehunde dort gepflegt und aufgepäppelt worden - die meisten konnten wieder in ihren natürlichen Lebensbereich integriert werden.

Waldemar hat Quarantäne gut überstanden

Gerade mal eine Woche alt, kommt Waldemar auf die Quarantäne-Station der Seehundstation. Er wiegt momentan 10 Kilogramm und ist bis auf eine Nabelentzündung in einem guten Zustand. "Wir haben den Kleinen am 22. Mai noch mit der Nabelschnur am Bauch von Seehundjäger Kay Paulsen übergeben bekommen", so Tanja Rosenberger. "Jetzt hat er schon einen weiteren wichtigen Schritt gemacht, er kann ins Aufzuchtbecken."

Seehund-Baby-Saison geht wieder los

Jetzt beginnt wieder die Hauptgeburtenzeit der Säugetiere im Nationalpark Wattenmeer, die Kleinen kann es mutterseelenallein auch bis in die Elbe treiben. Die frischgeborenen Seehunde könnten z.B. auch am Övelgönner Elbstrand angespült werden (dies ist in der Vergangenheit schon geschehen). Die Seehundstation bittet daher, folgende Hinweise strikt einzuhalten, wenn Sie eine Heuler-Entdeckung zum Beispiel auf einem Spaziergang machen: "Bitte fassen Sie den Seehund auf keinen Fall an, er könnte verletzt sein, sich erschrecken. Falls Sie einen Hund dabei haben, bitte unbedingt anleinen und nicht zum Heuler lassen. Am besten wenden Sie sich gleich an unsere Station unter 04854/1372 oder rufen die Feuerwehr oder die Polizei", bittet die Diplom-Biologin.

Die Seehundstation Friedrichskoog ist die einzige Station in Schleswig-Holstein, die berechtigt ist, die kleinen Seehunde aufzunehmen. Nur Seehundjäger dürfen Heuler bergen. Zur Erklärung: Der Seehund unterliegt dem Jagdrecht. Er wird seit 1974 in Schleswig-Holstein nicht mehr bejagt, sondern unterliegt einer ganzjährigen Schonzeit. Als verantwortliche Jagdaufseher für diese Wildart hat die Landesregierung in Schleswig-Holstein sogenannte Seehundjäger eingesetzt.