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Radio Hamburg

Maskenmann-Prozess

Opfer-Aussage hinter verschlossenen Türen

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Der Angeklagte soll zwischen 1992 und 2001 drei Jungen aus Landschulheimen und Zeltlagern verschleppt und getötet haben. (Archivbild)

Der Prozess gegen den Kindermörder und Serienvergewaltiger Martin N. am Landgericht Stade ist unterbrochen worden.

Hamburg - Der Prozess gegen den Kindermörder und Serienvergewaltiger Martin N. am Landgericht Stade ist unterbrochen worden. Das Gericht hat beschlossen, dass die Öffentlichkeit während der Aussage des Missbrauchsopfers Sebastian A. ausgeschlossen wird. Der 21-jährige Sebastian A. soll ebenfalls vom Pädagogen sexuell misshandelt worden sein.

Sebastian A. ist zwar schon bei Kerner im TV zu Gast gewesen, dort hat er sich aber eher allgemein geäußert, so sagt er. Jetzt werden die intimsten Details besprochen und dabei möchte er die Öffentlichkeit nicht dabei haben. Sebastian A. ist auch der erste Zeuge, auf den Martin N. wirklich reagiert hat. Er hat ihn angeguckt und deswegen hat der Anwalt der Nebenklage auch beantragt, dass Martin N. ebenfalls ausgeschlossen wird, um den Zeugen nicht zu beeinflussen. Das hat die Kammer aber abgelehnt.

Die eigentlich für Montag (28.11.2011) geplante Aussage des Soko-Leiters Martin Erftenbeck ist wegen der Unterbrechung erst mal verschoben worden.

Martin N. soll zwischen 1992 und 2001 in Norddeutschland drei Jungen aus Landschulheimen und Zeltlagern verschleppt und getötet haben. Er war als "Maskenmann" bekanntgeworden und schließlich im April fast 20 Jahre nach der ersten Tat gefasst worden.