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Radio Hamburg

Martin N. vor Gericht

Mutmaßlicher Kindermörder schweigt

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Zum Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. wurde am Montag nur die Anklage verlesen.

Zum Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. wurde am Montag nur die Anklage verlesen.

Stade - "Lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung", dass wünscht sich Oliver Jahr als Urteil für Martin N., den mutmaßlichen Kindermörder aus Harburg. Der als Maskenmann bekannt gewordene 40-Jährige hat bereits gestanden, Oliver Jahrs Bruder vor fast 20 Jahren ermordet zu haben. Zum Prozessauftakt am Montag am Stader Landgericht ist aber noch kein Strafmaß gefordert, sondern nur die Anklage verlesen worden.

Fotos: Prozessauftakt in Stade

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Pädagogen vor, drei Jungen mit den Händen erwürgt und 20 weitere sexuell misshandelt oder genötigt zu haben. Carolina Koplin hat für uns den ersten Prozesstag begleitet, auch Angehörige von Opfern sind im Gerichtssaal gewesen, warum? "Oliver Jahr sagt zum Beispiel, dass er schlichtweg neugierig gewesen ist. Er hat den mutmaßlichen Mörder seines Bruders einfach sehen wollen. Martin N. hat allerdings jeglichen Blickkontakt gescheut. Er hat die ganze zeit nach unten auf seine gefalteten Hände geschaut und da er jetzt einen Vollbart trägt, kann ich seine Mimik auch nicht deutet. Vielleicht, dass er sich geschämt hat. Vielleicht hat er auch nur Selbstmitleid gehabt oder ist mit seinen Gedanken einfach ganz woanders gewesen.

Mit im Saal hat außerdem Michael Rostel gesessen. Sein achtjähriger Sohn Dennis ist vor rund 15 Jahren ermordet worden. Der Schmerz sitzt noch tief und er sucht immer noch nach Antworten: 'Warum? Es ist ein unschuldiges Kind. Unschuldig genommen und jetzt habe ich den ganzen Scheiß. Es hätte nicht so weit kommen dürfen aber durch ihn (Martin N.) werde ich wohl nichts herausbekommen."

Was passiert jetzt im weiteren Verlauf des Prozesses? "Martin N. will eine Erklärung abgeben, in der er sich auch zu den Taten äußert. Die wird aber wohl sein Anwalt vorlesen. Auf Fragen will der 40-j#hrige Angeklagte nicht antworten. Im Laufe des Prozesses werden möglicherweise dann auch Angehörige aussagen. Es werden aber weitere Details zu den Fällen präsentiert, zum Beispiel Obduktionsergebnisse."