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Radio Hamburg

Prozessbeginn in Stade

Mutmaßlicher Dreifach-Kindermörder vor Gericht

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Der mutmaßliche Kindermörder Martin N. versteckt sich hinter einer Prozessakte. 

Der mutmaßliche Kindermörder Martin N. muss sich vor dem Landgericht in Stade verantworten.

Stade - Drei Morde und sexueller Missbrauch in mindestens 20 Fällen. So lautet die Anklage gegen den 40-jährigen Martin N. aus Harburg. Der sogenannte Maskenmann ist von der Soko Dennis nach fast 20 Jahren in diesem Frühjahr endlich aufgespürt und verhaftet worden. Nach seiner Festnahme hat Martin N. ein umfassendes Geständnis abgelegt. Ob er das alles auch vor Gericht wiederholen wird und so den Opfern eine Aussage erspart, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob Gutachten seine Zurechnungsfähigkeit bestätigen oder nicht. Das wird das Strafmaß beeinflussen, dass im Falle der Höchststrafe lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung wegen der besonderen Schwere der Schuld vorsieht.

 
Am ersten Verhandlungstag ist es relativ schnell gegangen - lediglich die Anklage ist verlesen worden. Fast zwei Jahrzente hat die Familie von Stefan Jahr auf diesen Moment gewartet. Der 13-jährige ist 1992 getötet worden, er ist das erste Opfer des Serienmörders gewesen.

Oliver Jahr, der Bruder von Stefan, spricht mit uns im Interview und hofft, "dass das jetzt abgeschlossen wird und das vor allem meine Eltern ihre Ruhe finden können jetzt, wo wir den Angeklagten gesehen haben und uns einen Eindruck verschaffen konnten."

Fotostrecke: Prozessauftakt in Stade

Tränen beim Geständnis

Der Mann hat drei Morde und 40 Missbrauchsfälle gestanden. 20 Fälle sind bereits verjährt. Weitere Morde, für die die Ermittler Anhaltspunkte sehen, bestreitet der Angeklagte. Nett, freundlich, hilfsbereit mit Einser-Abitur, hoher Intelligenz und einem Händchen für Kinder. So hat es der Pädagoge geschafft, in Kindertagesstätten und als Familienbetreuer zu arbeiten. Geweint hat der Angeklagte bei seinen Geständnissen und beteuert, dass er eigentlich nicht so sei. Ob er Mitgefühl für seine Opfer empfunden hat, ist nicht bekannt.

Sicherheitsmaßnahmen im Gerichtssaal

Die Verantwortlichen am Landgericht rechnen wegen der Vielzahl der Fälle mit hohem Besucherandrang. Die sichtbarste Sicherheitsmaßnahme im Gerichtssaal ist eine 8x3 Meter hohe Glaswand. Sie ist direkt vor den Zuschauerreihen aufgebaut.