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Radio Hamburg

Getunt und aufgemotzt

Verrücktes Rasenmäherrennen in Schleswig-Holstein

Aukrug, 15.04.2012
Rasenmäherrennen in Aukrug/Schleswig-Holstein

Rasantes Rasenmäherrennen im schleswig-holsteinischen Aukrug.

Hobby-Gärtner basteln im schleswig-holsteinischen Aukrug mit Leidenschaft an Rasenmähern herum und machen aus ihnen kleine Rennmaschinen. 

In Aukrug kamen Hobby-Gärtner am Wochenende zu einem Rennen gegeneinander zusammen. Ihre Teams nennen sich "Viehdieb" oder "Farmer", ihre Rennen fahren sie auf frisierten Rasenmähern.

Pimp my Rasenmäher!

Mehrere Dutzend Hobby-Gärtner haben sich am Samstag in Aukrug (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zu einem Spektakel der besonderen Art getroffen. Mit viel Spaß und mehr oder weniger Geld hatten sie ausgediente Gartengeräte in Renntrecker verwandelt. Unter der Haube röhrten jetzt getunte Rasenmäher-Motoren mit 18 PS oder Antriebe aus einem Motorrad mit bis zu 120 PS Leistung. Motorsportbegeisterte liefern sich mit Rasenmähern seit rund 40 Jahren weltweit Rennen.

Die Formel 1 der Rasenmäher

"Erfunden" wurde das Spektakel in den 1970er Jahren - angeblich von dem Irländer Jim Gavin. Seine verrückte Idee breitete sich schnell aus. Jeder halbwegs Bastel-Begabte kann sich für "kleines Geld" seinen eigenen Renn-Mäher bauen, sagt Torben Halft vom Dreier-Team "Kick Grass". Wir hatten als Grundlage einen rostigen Billig-Traktor aus dem Baumarkt", erzählte er.

Tuningteile vom Schrottplatz

200 Bastel-Stunden später erinnerte nichts mehr an das Original. Der Rahmen - "ursprünglich nur dünnes, weiches Blech" - wurde mit Stahlböden aus einem alten Stahlregal versteift. "Das Lenkrad stammt aus einem Peugeot 106, der Sportsitz aus einem Opel Tigra, Bremsscheibe und Bremsanlage von zwei Motorrädern - alles vom Schrottplatz", sagt er. Inklusive einer olivgrünen Lackierung habe das "Pimpen" gerade einmal knappe 1.000 Euro gekostet. Darin inbegriffen sind sogar die neuen Mannschafts-T-Shirts mit dem Team-Namen. Und der Motor? "Ein Yamaha 2-Zylinder, 2-Takt - aufgemotzt auf 38PS", sagt Torben Halft. "Der säuft wie ein Wikinger auf Landgang": Beim Training seien in einer halben Stunden vier Liter Treibstoff verbrannt worden. "Das macht so 40 bis 50 Liter auf 100 Kilometer."

Rasante Rasentrecker

Rasentrecker kann man jedoch mit noch weniger Geld in Renngefährte verwandeln, erzählt ein Zuschauer. "Die Dinger fahren zwar nur 6 Stundenkilometer, haben aber jede Menge PS: Da lässt sich noch einiges rausholen", schreit er seinem Nachbarn ins Ohr.

So schnell ist das Rennen in Aukrug dann aber nicht. Tiefe Matsch- und Schlaglöcher auf der gesamten Strecke sorgen für "moderate" Geschwindigkeiten. So endet selbst ein spektakulärer Unfall in der dritten Runde ohne Verletzung. Dem Fahrer wird in einem Schlagloch das Lenkrad aus der Hand gerissen, so dass der Traktor aus der Spur gerät und sich überschlägt. 

dpa

Quelle: Youtube/Hochgeladen von von  rddn5