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Radio Hamburg

Prozess Kindermörder Martin N.

Die wichtigsten Fragen wurden nicht beantwortet

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Martin N. im Oktober 2011 vor dem Stader Gericht.

Im Prozess gegen den dreifachen Kindermörder und Serienvergewaltiger Martin N. fordern die Nebenkläger lebenslange Haftstrafe und Sicherungsverwahrung.

Stade, 13.02.2012

Damit rückt das Urteil gegen den als Maskenmann bekannt gewordenen 41-Jährigen immer näher. Carolina Koplin, begleitet für uns den Prozess am Landgericht Stade und berichtet für Sie live von vor Ort.

Wer sind denn die Nebenkläger und was werden die ihre Forderung sein? 

Carolina Koplin: "Es sind die Eltern der drei ermordeten Kinder Dennis K., Dennis Rostel und Stefan Jahr, die als Nebenkläger auftreten sowie Martin Wiechmann, der von Martin N. misshandelt worden ist. Und ich gehe davon aus, dass sie, wie auch schon der Staatsanwalt, eine lebenlsange Haftstrafe und Sicherungsverwahrung fordern werden. Martin N. hat 1992 das erste Kind getötet, dutzende Kinder hat er in Schullandheimen und Ferienlagern misshandelt. Jahrzentelang haben die Ermittler nach ihm gesucht."

Und wie geht der Prozess weiter?

Carolina Koplin: "Also übermorgen (15.02.2012) will die Verteidigung ihre Plädoyers halten, übernächste Woche Montag (27.02.2012) fällt dann wohl das Urteil."

Alle fordern die Sicherungsverwahrung, nur die Anwältin der Familie Jahr nicht, warum? 

Carolina Koplin: "Johanna Dreger-Jensen hält das juristisch einfach für doppelt gemoppelt. Denn wenn schon die besondere Schwere der Schuld feststeht, würde Martin N. eh nicht ohne weiteres vorzeitig entlassen werden, auch ohne verhängte Sicherungsverwahrung. Die Anwältin hält Martin N. allerdings auch weiterhin für gefährlich und glaubt, dass der Pädagoge nicht unbedingt getötet hat um eine Straftat zu verdecken, sondern zur Befriedigung des Sexual-Triebes."

Sind denn im Prozess die wichtigsten Fragen beantwortet worden?

Carolina Koplin: "Überhaupt nicht, das Geständnis von Martin N. hat unter anderem die genauen Umstände der Kindermorde offen gelassen. Generell halten die Nebenkläger sein Geständnis für zu schwach."

Anwalt Johannes Giebeler: "Der Wert des Geständnisses ist für mich, außer dass er im Prinzip die Ermittlungsarbeit vereinfacht hat, gleich Null. Das ist nicht für mich irgendwo ein Zeichen, dass er sagt: 'Okay ich ändere mich jetzt'."

Carolina Koplin: "Das sehen die Verteidiger wohl anders. Sie streiten auch ab, dass er das Geständnis abgelegt hat, weil die Beamten Druck ausgeübt haben. Deshalb wollen die Verteidiger diese Beamten nochmal zum Geständnis befragen. Ob der Richter das zulässt ist aber fraglich."