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Radio Hamburg

Prozess um Kindermörder in Stade

Martin N. bricht sein Schweigen

Marin N. vor Gericht Stade 10.10.2011

Martin N. im Oktober 2011 vor dem Stader Gericht.

Martin N., auch der Maskenmann genannt, hat am vorletzten Prozesstag in Stade überraschend sein Schweigen gebrochen.

Drei Jungen hat er erwürgt und Dutzende sexuell misshandelt, für 20 dieser Taten muss er sich verantworten. Dafür gibt es keine Entschuldigung und dafür kann er keine Vergebung erwarten, wie er jetzt selber gesagt hat.

Carolina Koplin, begleitet für uns den Prozess am Landgericht Stade und berichtet für Sie live von vor Ort.

Carolina Koplin: „Er hat versucht, das Gericht davon zu überzeugen, dass er mit seinem Geständnis einen Schlussstrich unter seine Taten ziehen will und dass er alles dafür tun wird, keine weiteren Taten zu begehen. Damit meint er unter anderem eine Therapie. Nebenkläger Anwalt Johannes Giebeler ordnet seine Worte folgendermaßen ein:  ‚Taktisch, rein weg taktisch. Am richtigen Zeitpunkt geweint. Der Mann ist für mich sehr gesteuert, er hält sich sehr gut im Griff und hat hier eine Show geboten. Zumal auch in vielen Punkten die Sache fast wortgleich war wie das Plädoyers des Verteidigers.‘

Dass Martin N.s überraschende Aussage Verteidigungsstrategie ist glaubt auch Anwältin Johanna Dreger-Jensen, sie vertritt die Familie des ermordeten Jungen Stefan Jahr. Trotzdem sagt sie: ‚Es war sicherlich auch gut für alle, einfach mal ein Wort oder mehrere Wort e von ihm zu hören.‘

Der Verteidigung ist auch klar, dass Martin N. für seine drei Morde zu lebenslanger Haft verurteilt werden wird. Sicherungsverwahrung und besondere Schwere der Schuld will die Verteidigung aber verhindern.“