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Radio Hamburg

Trauer auf Amrum

Sebastian von Sand begraben

Amrum , 05.07.2012
Sebastian Vermisster Junge auf Amrum

Sebastian hat sich am Strand von Amrum sein eigenes Grab geschaufelt.

Der 10-jährige Sebastian aus Österreich kam bei einem tragischen Unfall beim Spielen am Strand ums Leben.

Die Polizei ist sich sicher, dass der Junge keinem Verbrechen zum Opfer fiel. Die Kripo geht von einem tragischen Unfall beim Spielen am Strand aus. Für seine zwölfjährige Schwester und die Eltern ist das nur ein schwacher Trost, sie stehen unter Schock. "Die Familie wird betreut", sagt Polizeisprecherin Kristin Stielow. Bereits am Abend wehten viele Fahnen auf Amrum auf halbmast.

Trauer auf Amrum ist groß

"Mir tut die Familie unendlich leid", sagt eine Frau mit Sonnenbrille. Ihre Freundin ergänzt: "Es ist ein schreckliches Unglück." Eine Mutter hält ihren Jungen im Kindergartenalter fest an der Hand, während sie mit Tränen in den Augen stumm in den Ort hineingeht. "Wir haben es im Radio gehört", sagt ein Vater vor der Fähre. "Es war ganz schlimm, die ganze Nacht von Sonntag auf Montag hatten sie gesucht", erzählt neben ihm eine Urlauberin ihrer Freundin am Telefon. Auch Frank Timpe von der Amrum Touristik ist von dem tragischen Tod erschüttert: "Viele haben gebetet, haben auf ein glückliches Ende gehofft. Wir alle müssen jetzt damit klarkommen, dass dem nicht so war."

Qualvoll erstickt

Sebastian hatte sich am Sonntag zum Spielen mit einem Freund am Strand getroffen. Als dieser heim musste, war der Österreicher noch etwas geblieben. Direkt an der Rutsche eines Klettergerüsts buddelte er ein Loch in den Sand. Der Schnappschuss eines Urlaubers zeigt, wie vertieft er in sein tödliches Spiel war. So merkte er nicht, dass der Sand zu locker war - bis plötzlich die Wände um den Zehnjährigen herum einstürzten und ihn unter einer eineinhalb Meter dicken Schicht begruben. Von den Gästen einer Strandbar rund hundert Meter entfernt bemerkte niemand, dass Sebastian in dem Loch elendig erstickte.

Foto brachte Polizei den Hinweis

Der Schnappschuss, der Sebastian beim Buddeln im Sand zeigt, hatte die Polizei nach drei Tagen vergeblicher Suche zur Leiche des Jungen geführt. Keine halbe Stunde brauchten die Beamten am Mittwoch, bis sie die traurige Gewissheit hatten. Ein Bestattungsunternehmer holte den toten Jungen schnell ab, gleich danach schüttete ein Radlader das Loch wieder zu, das für Sebastian zum Grab geworden war. Bei einer Andacht am Abend nahmen Einheimische und Urlauber Abschied von dem Jungen aus Österreich.

(dpa / ste)