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Radio Hamburg

500 Schilder

Kiel setzt ein Zeichen gegen Neonazis

Zeichen gegen Neonazis, Kiel

So sehen die "Zeichen gegen Neonazis" Schilder in Kiel aus.

Als bundesweit erste Stadt setzt Kiel mit 500 Schildern im gesamten Stadtgebiet ein Zeichen gegen Rechtsextremismus.

Kiel, 02.03.2012

Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) befestigte am Freitag am hinteren Rathaus-Eingang das erste Schild mit der Aufschrift "Kein Ort für Neonazis - Kiel gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus". In Lübeck rief das Bündnis "Wir können sie stoppen" zu einer Groß-Demonstration für den 31. März auf gegen den dort geplanten Neonazi-Aufmarsch auf. Allein durch die Menge der Gegendemonstranten wolle man den Aufzug der Rechten verhindern, sagte der Sprecher des Bündnisses, Christoph Kleine.

Signal zur Stärkung der Demokratie

In Kiel werden die 500 gelben Blechschilder an oder in öffentlichen und privaten Gebäuden angebracht. Dazu gehört auch das Justizministerium. Vertreter der Kirchen, der Jüdischen Gemeinden, der Türkischen Gemeinde, des Deutsch-Arabischen Kulturvereins, des Forums für Migrantinnen und Migranten sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Kieler Hochschulen unterstützten die Aktion - ebenso kulturelle Einrichtungen und Kommunikationszentren. Vom heutigen Tag gehe ein Zeichen der Bürgergesellschaft aus, sagte Albig: "Wir werden nicht akzeptieren, dass sich Menschen gegen Menschen wenden aus rassistischer Verblendung." Die Aktion sei zudem ein Signal an die Bürger, "stärkt unsere Demokratie!"

Für 150 der 500 Schilder wurden bereits Orte gefunden. "Wir sind zuversichtlich, für alle Schilder in den nächsten Monaten Plätze zu finden", sagte Kulturreferent Rainer Pasternak, der mit den Planungen für die Aktion 2010 begann - ein Jahr vor dem Auffliegen der Terror-Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund", der zehn Morde zu Last gelegt werden. Durch die NSU sei die Bedeutung der Schilder-Aktion noch klarer geworden, sagte Albig. Es gelte ein Zeichen zu setzen gegen diese mordenden Banden. Die Schilder haben die Stadt rund 4000 Euro gekostet.

Wer eins haben will, wird um eine Spende zu Gunsten der Amadeu Antonio Stiftung für Zivilcourage gebeten. (dpa)