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Radio Hamburg

Antrag in Kiel gestellt

AKW Brunsbüttel soll zurückgebaut werden

Brunsbüttel, 01.11.2012
AKW Brunsbüttel

Das AKW Brunsbüttel soll zurückgebaut werden.

Stillgelegt ist es schon, nun soll das Atomkraftwerk Brunsbüttel - rund 80 Kilometer von Hamburg entfernt, abgebaut werden.

Der Energiekonzern Vattenfall hat ein Verfahren zum Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel eingeleitet. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. In den kommenden Monaten wolle Vattenfall weitere Unterlagen einreichen, die das Vorhaben detailliert beschreiben.

Brennstäbe ins Endlager Salzgitter?

Das Energieunternehmen nannte in dem Antrag eine wichtige Bedingung: "Eine der maßgeblichen Randbedingungen für die Entscheidung zum direkten Rückbau ist die Verfügbarkeit des Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Eine deutlich spätere Verfügbarkeit würde eine grundlegende Prämisse in Frage stellen." Als künftiges Endlager für schwach- und mittelradioaktive Atomabfälle ist der Schacht Konrad bei Salzgitter von 2019 an vorgesehen. Energieminister Robert Habeck (Grüne) hatte kürzlich erklärt, die ungelöste Endlagerfrage sei kein Argument gegen einen Rückbau. Es sei zwar unbefriedigend, dass es kein Endlager gebe, aber es wäre falsch, der Bevölkerung die Belastungen länger als nötig zuzumuten.

Eine Vattenfall-Sprecherin sagte dagegen der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag, für den Rückbau brauche Vattenfall den Schacht Konrad, um die entstehenden Abfälle zu lagern. Der Antrag wurde nur einen Tag vor einer Bundesratsinitiative eingereicht, mit der die Kieler Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW den Druck auf die Energieunternehmen erhöhen will. Die Betreiber sollen unter anderem gezwungen werden, zügig Stilllegungsverfahren in Gang zu bringen. Fristen, in denen Betreiber Stilllegungsanträge stellen müssen, sollen gesetzlich verankert werden.

(dpa/aba)