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Radio Hamburg

Kindesmissbrauch

Radiomoderator zu drei Jahren Haft verurteilt

Rostock, 06.11.2012
RHH - Expired Image

Das Urteil im Prozess gegen einen Radiomoderator, dem sexueller Missbrauch eines Kindes vorgeworfen wird, ist gefallen. Ein Rostocker Gericht verurteilte ihn zu drei Jahren Haft.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ein bekannter Rostocker Radiomoderator wurde verhaftet, weil er jahrelang ein minderjähriges Mädchen missbraucht hatte.

Geständnis am ersten Verhandlungstag

Der Angeklagte legte gleich am ersten Prozesstag ein Geständnis ab. Der 39-Jährige gestand, zwischen 2005 und 2008 ein zu Beginn noch zwölfjähriges Mädchen wiederholt sexuell missbraucht zu haben. Wegen des schnellen Geständnisses wurde das Urteil bereits nach einem Verhandlungstag gesprochen. Das Landgericht Rostock verurteilte den Radiomoderator zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Insgesamt warf die Anklage dem Mann 46 Einzeltaten vor. Verurteilt wurde er aber nur für 26 Fälle, davon sechs wegen schweren sexuellen Missbrauchs. Hierbei handelt es sich um die Übergriffe, die vor dem vollendeten 13. Lebensjahr des Mädchens stattfanden. Die anschließenden Taten wurden nicht berücksichtigt.

Öffentlichkeit wurde vom Prozess ausgeschlossen

Die Öffentlichkeit war gleich zu Beginn der Verhandlung ausgeschlossen worden. Zum Schutz der heute 20-jährigen Zeugin und auch zum Schutz des landesweit bekannten Moderators waren keine Zuschauer zugelassen. Bei der Urteilsbegründung verzichtete der Richter auch auf die Erwähnung intimer Einzelheiten der Taten.

Geständnis wirkte sich strafmildernd aus

Das relativ milde Urteil war nach einer Absprache der Prozessbeteiligten zustande gekommen. Sie vereinbarten bei einem umfassenden Geständnis eine Haftstrafe zwischen drei Jahren und zwei Monaten bzw. sechs Monaten zu gewähren. Neben dem Geständnis wirkte sich auch die Tatsache, dass es sich um einvernehmliche sexuelle Handlungen gehandelt haben soll, strafmildernd aus. Der Moderator habe aber skrupellos seine sexuellen Interessen ausgelebt, ungeschützten Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen gehabt und ihre Naivität ausgenutzt, so die Urteilsbegründung.

 

(mag/dpa)