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Radio Hamburg

Lübeck-Blankensee

Vier Bieter wollen Flughafen kaufen

Lübeck, 25.11.2012
Flughafen Lübeck

RyanAir fliegt den Flughafen Lübeck regelmäßig an.

Der Flughafen Lübeck-Blankensee steht vor dem Aus. Jezt gibt es vier Kaufangebote, über die die Lübecker Bürgerschaft bis Ende der Woche entscheiden muss.

Viele Hamburger weichen gern auf den kleinen Flughafen Lübeck aus, wenn von dort die günstigen Anbieter wie RyanAir in Richtung der europäischen Metrolpolregionen abheben. Doch der Flughafen steht vor dem Aus. Inzwischen gibt es vier Bieter, die den Lübecker Flughafen kaufen wollen. In der Ratsversammlung soll nun entschieden werden, welcher Interessent den Zuschlag bekommt.

Vier Interessenten mit verbindlichem Kaufangebot

Das Schicksal des Regionalflughafens Lübeck-Blankensee entscheidet sich am nächsten Freitag. Dann muss die Bürgerschaft der Hansestadt entscheiden, welcher Bieter den Zuschlag für den hoch defizitären Airport bekommt. Insgesamt vier Interessenten haben ein verbindliches Angebot abgegeben. Darunter sind ein Lübecker Unternehmerehepaar, eine Projektentwicklungsgesellschaft aus Frankfurt, hinter der ein in Ägypten geborener Ingenieur steht und ein Unternehmen aus Düsseldorf. Falls sich die Abgeordneten für keinen der Bieter entscheiden, droht Lübeck-Blankensee die Zahlungsunfähigkeit und damit die Abwicklung.

6,5 Millionen Verlust in 2011

2011 hat der Flughafen Lübeck-Blankensee rund 6,5 Millionen Euro Verlust gemacht, auch in den Jahren davor war die Situation ähnlich. Die Zahl der Passagiere sank von knapp 550 000 im Jahr 2010 auf nur noch 344 000 im Jahr 2011. Da verwundert es nicht, dass die hochverschuldete Stadt die finanzielle Verantwortung für den Regionalflughafen loswerden möchte. "Wir haben grundsätzlich Interesse am Weiterbetrieb aber nur unter der Bedingung, dass die Stadt keine laufenden Subventionen zahlen oder Verluste ausgleichen muss", sagt der designierte Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Jan Lindenau.

2005: Verkauf kostet Stadt Lübeck 24,6 Millionen Euro

Schon einmal hat Lübeck schlechte Erfahrungen mit dem Verkauf des Flughafens gemacht. 2005 übernahm der neuseeländische Investor Infratil die Mehrheit der Flughafengesellschaft. Doch schon 2009 zog
sich das Unternehmen wegen des schwachen Verkehrsaufkommens zurück, Lübeck musste vertragsgemäß die Anteile zurückkaufen und einen Teil der aufgelaufenen Verluste übernehmen. Rund 24,6 Millionen Euro hat die Stadt das neuseeländische Intermezzo gekostet.

2010: Bürgerentscheid für den Erhalt des Flughafens

Danach wollte die rot-rot-grüne Mehrheit in der Bürgerschaft dem Flughafen den Geldhahn zudrehen. Doch bei einem Bürgerentscheid im April 2010 votierte eine Mehrheit für den Erhalt des Flughafens und zwang so die Ratsversammlung, den Betrieb des Flughafens bis Ende 2012 abzusichern. Immer wieder wurde dort in den vergangenen Monaten auch die Abwicklung des Flughafens diskutiert. "Doch auch die kostet Geld, die Schätzungen liegen zwischen acht und zehn Millionen Euro. Wir wollen die für die Stadt günstigste Lösung und die ist, so wie es derzeit aussieht, der Verkauf», sagt Lindenau.

Bürgermeister Bernd Saxe ist voller Hoffnung

In der nächsten Woche will Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) die eingegangenen Angebote genau prüfen und den Fraktionen mitteilen, welchen Bieter seiner Meinung nach der Geeignetste ist. Auf die Frage, ob er mit einer Zustimmung der Bürgerschaft rechne, antwortet er: "Mein Vorname ist Zuversicht, mein Nachname Hoffnung."

Falls sich die Abgeordneten für keinen der Bieter entscheiden, droht Lübeck-Blankensee die Zahlungsunfähigkeit und damit die Schließung.

 

(dpa/mag/dr)