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Radio Hamburg

Chemieunfall in Bad Fallingbostel

Katastrophenalarm aufgehoben

Bad Fallingbostel, 16.10.2012

Nach dem Chemieunfall beim Lebensmittelkonzern Kraft im niedersächsischen Bad Fallingbostel ist am Dienstagnachmittag der Katastrophenalarm aufgehoben worden.

Nach einem Chemieunfall beim Lebensmittelkonzern Kraft Foods gilt im niedersächsischen Bad Fallingbostel kein Katastrophenalarm mehr. Dieser wurde am Dienstagnachmittag aufgehoben. Dies bestätigte die Einsatzleitung. Die Entscheidung habe der Landrat um 15:45 Uhr mitgeteilt.

Die Einsatzkräfte pumpten die vermengten 24.000 Liter Natronlauge und Salpetersäure ab. Die Bewohner könnten nun nach und nach in ihre Häuser zurückkehren.

Unfall mit Säure und Lauge

Auf dem Gelände von Kraft Foods in der Lüneburger Heide war in einen Tank mit Natronlauge versehentlich Salpetersäure gefüllt worden. Das Reinigen von Tanks sowohl mit Lauge als auch mit Säure ist ein gängiges Verfahren in der Lebensmittelindustrie, allerdings dürfen die Flüssigkeiten nicht gleichzeitig in einen Behälter gegeben werden, wie es am Montag in dem Unternehmen passiert ist. Bei der Reaktion zwischen Säure und Lauge werde sehr viel Wärme freigesetzt.

Häufige Unfall-Ursache

Die Verwechslung von Chemikalien ist aus Expertensicht eine typische Ursache für Chemieunfälle. "Stoffverwechslung ist ein altbekanntes Phänomen. Leider passiert so etwas immer wieder", sagte Thomas Schendler, Leiter der Abteilung Chemische Sicherheitstechnik bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin, am Dienstag der dpa. Im Jahr 2007 waren bei einem Chlorgasunfall in Frankfurt am Main mehr als 60 Menschen verletzt worden. Der Arbeiter, der fälschlicherweise Salzsäure in einen mit Chlorlauge gefüllten Behälter geleitet hatte, starb an den Folgen des Unfalls.

800 Menschen evakuiert

Anwohner rund um das Werk wurden vorsorglich aus ihren Häusern geholt. Laut Feuerwehr betraf die Evakuierung einen Umkreis von 500 Metern. Rund 800 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Menschen aus dem evakuierten Gebiet können aber nun wieder in ihre Häuser zurückkehren.

 

(dpa/lhö)