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Radio Hamburg

Gerichtsvollzieher ist bestellt

Technikmuseum Stade steht kurz vor Räumung

Stade, 31.10.2012
RHH - Expired Image

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg soll die Entscheidung fällen, ob der Museumsverein das Technikmuseum räumen muss.

Das Stader Technikmuseum sorgt schon länger für Zoff. Doch jetzt könnten dort bald die Lichter ausgehen.

Der Streit um das Technikmuseum in Stade eskaliert. Die Stadt will das Gelände, auf dem sich die Ausstellung seit 1983 befindet, schon seit längerem verkaufen. Doch der Betreiber will nicht weichen. Jetzt hat die Verwaltung einen Gerichtsvollzieher bestellt und dem Museumsverein eine Frist gesetzt, um das Gebäude endgültig zu räumen. Diese sollte am Mittwoch um Mitternacht enden. Der Verein macht jedoch keine Anstalten, die 10.000 Exponate abzubauen.

Letzte Hoffnung: Oberverwaltungsgericht

"Die Ausstellung ist noch komplett, wir haben noch nicht einmal einen Schraubenzieher abgegeben", sagte der Vereinsvorsitzende Werner Müller. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ist jetzt seine letzte Hoffnung. Dort hat der Verein Beschwerde eingelegt. Für den Ersten Stadtrat Dirk Kraska ist an der Räumung trotzdem nicht zu rütteln. Das Geld für das Gelände ist bereits im Haushalt eingeplant. "Allein deshalb müssen wir verkaufen, weil uns sonst die Kommunalaufsicht aufs Dach steigt."

Der Gerichtsvollzieher werde irgendwann in nächster Zeit die Schlösser austauschen. Noch bis Ende des Jahres habe der Verein dann Zeit, die 3.000 Quadratmeter große Ausstellung aus der Halle zu entfernen. "Ansonsten machen wir es auf deren Kosten." Zwischen der Stadt und dem Verein gibt es schon länger Streit. Die Stadt hatte nach Angaben von Kraska einen anderen Standort angeboten. Doch als der Verein sich innerhalb der gesetzten Frist dazu nicht geäußert habe, habe man das Angebot zurückgezogen und den Vertrag zum Ende des Jahres 2011 gekündigt. Nach Medienberichten hatten sich beide Seiten schließlich auf einen Vergleich geeinigt, wonach der Verein bis Ende Oktober das Gelände verlassen muss. Diesen Vergleich hat der Verein inzwischen angefochten.

"Technikmuseum ist ein Touristenmagnet"

Sollte das Oberverwaltungsgericht die Beschwerde jedoch ablehnen, will Müller aufgeben. "Da müssen wir die Ausstellung leider verkaufen." Dass im Museum bald die Lichter ausgehen könnten, ist für ihn unverständlich. "Das ist doch ein Touristenmagnet. Ich verstehe nicht, dass man das einfach vernichten will." Mehr als 18.000 Besucher haben seinen Angaben nach das Museum im vergangenen Jahr besucht.

(dpa/mho)