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Radio Hamburg

Teilgeständnis abgelegt

Peiniger von Rebecca H. streitet Vergewaltigung ab

Rostock, 18.10.2012
Rebecca Hein Rostock Vermisst

Der Peiniger von Rebecca H. hat ein Teilgeständnis abgelegt.

Mario B., der Mann, der Rebecca H. vier Tage lang gefangen hielt, streitet den Tatvorwurf der Vergewaltigung nach wie vor ab. Er räumt jedoch ein, sie angegriffen und in seine Wohnung gebracht zu haben.

Haftbefehl für Rebecca H.`s Peiniger

Gegen den 28-jährigen Mario B., der Rebecca H. vier Tage lang in seiner Wohnung gefangen gehalten und missbraucht haben soll, wurde am Mittwoch, 17.10.2012, Haftbefehl erlassen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Vergewaltigung in drei Fällen vor, einmal in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und in zwei Fällen mit Freiheitsberaubung, wie Staatsanwalt Andreas Gärtner mitteilte. Zu dem Vorwurf der Vergewaltigung habe sich Mario B. nicht geäußert. Er habe jedoch eingeräumt, Rebecca angegriffen und dazu veranlasst zu haben, sich in seine Wohnung zu begeben, so Gärtner weiter.

Täter stand unter Führungsaufsicht

Bereits 1999 soll der Rostocker unter anderem wegen Vergewaltigung zu einer Jugendstrafe verurteilt worden sein. Zum Tatzeitpunkt war er gerade einmal 14 Jahre alt. Danach habe es weitere Verurteilungen unter anderem wegen Raubes, räuberischer Erpressung und Körperverletzung gegeben. Erst im August 2011 soll er aus der Haft entlassen worden sein und habe seither unter Führungsaufsicht gestanden. Hier habe es keinerlei Auffälligkeiten gegeben, sagte Staatsanwalt Andreas Gärtner weiter. Mario B. habe sich regelmäßig bei seinem Bewährungshelfer gemeldet. Erst wenn er das nicht getan hätte, wäre der Bewährungshelfer aktiv geworden.

Hätte Rebecca H. von der Polizei gefunden werden können?

Es stellt sich die Frage, warum der einschlägig vorbestrafte Mario B. nicht sofort nach dem Verschwinden von Rebecca von der Polizei überprüft worden ist. Der Sprecher der Rostocker Polizei, Michael Ebert, sagte, er sei überzeugt, dass die Polizei den mutmaßlichen Täter auch schnell im Rahmen der Fahndung selbst gefunden hätte. Er gehöre in die Gruppe von Männern, die überprüft worden wären.

Zufällige Opferauswahl

Offenbar traf Rebecca H. ihren Peiniger zufällig auf dem Heimweg von einer Disco. Nach bisherigen Ermittlungen war Mario B. mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Zigaretten holen, als er der 17-jährigen begegnete. Er habe das Mädchen angerempelt, mit einem Messer schwer an der Hand verletzt und dort auch schon das erste Mal sexuell missbraucht, sagte der Rostocker Polizeipräsident Thomas Laum. Anschließend habe er sie in seine Wohnung verschleppt, "wo er sie festhielt, immer wieder auch fesselte und schlug, mit einem Messer bedrohte und erneut mehrfach sexuell missbrauchte".

In ärztlicher Behandlung

Rebecca H., die sich nach dem knapp viertätigen Martyrium selbst befreite und flüchtete, befindet sich laut Thomas Laum nun in ärztlicher Behandlung. Auch ein Polizeiseelsorger habe sich um sie gekümmert und es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.  Trotzdem: "Die Schäden, die sie durch die fürchterliche Tat erlitten hat, können wir uns alle wahrscheinlich nur begrenzt vorstellen", so Laum weiter.

(dpa/mag)