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Radio Hamburg

Für Hannover und Bremen

Erdbeben-Messstation errichtet

Hamburg, 24.09.2012
RHH - Expired Image

Erdbeben in Norddeutschland sollen zukünftig besser analysierbar sein.

Seit heute gibt es eine Erdbeben-Messstation, um Erschütterungen zwischen Hannover und Bremen besser lokalisieren zu können.

Eine neue Erdbeben-Messstation ist am Montag in Rethem an der Aller in Betrieb genommen worden. Ziel sei es, Erschütterungen in dem Gebiet zwischen Hannover und Bremen exakter aufzuzeichnen, teilte die Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR) in Hannover mit. Die Behörde ist für die Überwachung von Erdbeben in Deutschland zuständig und wertet auch weltweite Daten aus. Pro Jahr zeichnet die BGR bundesweit etwa 60 Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 2,0 auf.

Norddeutschlands Erdbeben erforschen

"Im Norden gibt es deutlich weniger Erdbeben, aber die paar Ereignisse geben uns Rätsel auf", sagte der BGR-Geophysiker Nicolai Gestermann. Wegen fehlender Stationen hätten sie bisher nicht zufriedenstellend analysiert werden können. Im März hatte in der Lüneburger Heide die Erde leicht gebebt, das Epizentrum lag im Gebiet des Erdgasfeldes Söhlingen. Das Landesbergamt untersuchte daraufhin, ob die Förderung von Erdgas das Beben mit einer Stärke von 3,0 ausgelöst haben könnte. Dass das die Ursache war, schlossen die Experten nicht aus.

Erschütterung durch Erdgasförderung

Bereits 2011 und 2008 hatten die Menschen im Kreis Verden Erschütterungen bemerkt. Auch hier wird Erdgas gefördert. Die neue Messstation sei aber nicht gezielt für die Überwachung von Erdgasfeldern gedacht, betonte Gestermann. Die deutschen Erdgasproduzenten betreiben seit 2007 ein eigenes Messnetz auf ihren Feldern. Bis Ende des Jahres werden an sechs Standorten östlich von Bremen Seismometer in 200 Meter Tiefe eingesetzt, um die Messgenauigkeit zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Uni Stuttgart seien zudem zehn Stationen in öffentlichen Gebäuden der Region installiert worden, sagte Hartmut Pick, Pressesprecher des Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung, am Montag auf dpa-Anfrage. "Es kann leichte Erschütterungen durch Erdgasförderung geben, aber in einem Bereich, in dem es nicht zu Schäden kommt", betonte der Sprecher.

Erdbeben im Norden auf der Spur

Anders als in Süddeutschland können Erdstöße im Norden wegen der Bodenbeschaffenheit nicht präzise an der Erdoberfläche gemessen werden. Auch das neue BGR-Seismometer bei Rethem wurde in ein 200 Meter tiefes Bohrloch eingelassen. Dadurch sei das Instrument vor oberflächennahen Erschütterungen geschützt, erläuterte der technische Projektleiter Heiner Schlote. Die Station liegt wettergeschützt in einem ehemaligen Schutzbunker.

Demnächst soll der BGR zufolge eine weitere Station an der Mecklenburgischen Seenplatte eingerichtet werden. Dort gibt es in einem großen Umkreis ebenfalls noch kein Seismometer des BGR-Netzes.

(dpa/aba)