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Radio Hamburg

Missbrauchsskandal in Ahrensburg

Ermittlungen gegen ehemalige Bischöfe

Ahrensburg, 07.09.2012

Im Jahr 2010 wurde der Missbrauchsskandal eines Ahrensburger Pastors bekannt, jetzt wird unter anderem die damalige Bischöfin Jepsen beschuldigt, untätig zugesehen zu haben.

Erst 2010 wurde bekannt, dass ein Pastor in Ahrensburg über Jahrzehnte hinweg Jugendliche missbraucht hat. Grund dafür war der Brief eines Opfers an die damalige Bischöfin Maria Jepsen. Der Pastor gestand die Taten und quittierte den Kirchendienst. Noch im gleichen Jahr trat die Bischöfin ebenfalls zurück, da ihr Verhalten im Missbrauchsskandal stark kritisiert wurde.

Verdacht der Strafvereitelung

Nun droht den beiden ehemaligen Bischöfen Maria Jepsen und Karl Ludwig Kohlwage ein Gerichtsverfahren. Das Hamburger Abendblatt berichtet, es handele sich um den Verdacht der Strafvereitelung.

Niemand hat gehandelt

Laut der dpa bestätigte Günter Möller, Pressesprecher der Lübecker Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen gegen Jepsen, Kohlwage, Heide Emse (ehemalige Pröpstin in Ahrensburg) und Detlev Nonne (ehemaliger Personalchef der Nordelbischen Kirche). Die Beschuldigten sollen von den Taten des Pastors gewusst haben, bevor diese verjährt waren, aber untätig geblieben sein. Anstatt den Pastor anzuzeigen, haben sie nur für seine Versetzung gesorgt.

„Wir haben der Polizei einen Ermittlungsauftrag erteilt. Es geht um die Frage, wer wann was gewusst hat, aber untätig geblieben ist“, so Günter Möller zum Abendblatt.

Die Taten sind verjährt

Sollte es zu einem Prozess kommen, bleibt der Pastor, der nachweislich Jugendliche missbraucht hat, straffrei, da seine Taten alle verjährt sind. Dieser war seit 1973 Pastor in Ahrensburg und bis jetzt haben sich 13 Opfer gemeldet.

(eli)