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Radio Hamburg

Nach Mord an ihren fünf Kindern

28-Jährige legt Geständnis ab

Flensburg, 27.09.2012
Polizei

Eine Frau aus Schleswig-Holstein hat zugegeben, fünf ihrer Kinder nach der Geburt getötet zu haben.

Eine 28-Jährige aus Husum hat die Tötung ihrer fünf Kinder im Zeitraum von 2006 bis heute gestanden. Die Frau habe Angst gehabt, von ihrem Mann verlassen zu werden, sagte Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Flensburg. 2006 war in der Papiersortieranlage Ahrenshöft im Kreis Nordfriesland eine Babyleiche gefunden worden. 2007 wurde auf einem Parkplatz an der B201 im Kreis Schleswig-Flensburg in einer Plastiktüte ein weiteres totes Baby entdeckt. Auch der kleine Junge hatte gelebt, als er zur Welt kam. Im Keller des Wohnhauses der Frau wurden nun drei weitere Leichen gefunden.

Geständnis nach Abgabe einer Speichelprobe

Die Frau hatte selbst angegeben, diese Kinder nach 2007 geboren, getötet und in Kartons versteckt zu haben. Von diesen Taten war der Polizei bis zu dem Zeitpunkt noch nichts bekannt gewesen. Todeszeitpunkt und -ursache konnten bei einer Obduktion nicht mehr festgestellt werden. Die 2006 und 2007 tot aufgefundenen Geschwister wurden damals nach der Obduktion nahe beieinander auf einem Kieler Friedhof begraben. Die Frau habe nach Abgabe einer Speichelprobe ein umfangreiches Geständnis abgelegt, sagte Stahlmann-Liebelt. Ihr Mann soll nichts von den Geburten gewusst haben. Er mache einen betroffenen und erschütterten Eindruck. Überhaupt habe niemand aus dem Umfeld der Frau die Schwangerschaften und Geburten bemerkt. Nach eigenen Angaben hatte die Frau sich zurückgezogen und zudem weite Kleidung getragen.

Familie wollte keine weiteren Kinder

Die 28-Jährige habe ausgesagt, zwei der Kinder zu Hause, drei weitere im Wald geboren zu haben. Das Paar hat zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren und lebe in einem "gewissen Wohlstand". Diesen habe es auch halten wollen. Offenbar sah die Frau die Situation durch weitere Kinder gefährdet, zumal klar gewesen sei, dass ihr Mann keine weiteren Kinder haben wollte. Über Verhütung habe sie nicht ernsthaft nachgedacht. Beim Jugendamt sei die Familie nicht bekannt gewesen. Gegen die Frau, die in Untersuchungshaft sitzt, wird nun wegen Totschlags in fünf Fällen ermittelt. Es habe ausgesehen, als wenn sie sich eines großen Drucks erleichtert habe, sagte Dirk Czarnetzki von der Bezirkskriminalinspektion Flensburg. Die Kinder des Ehepaares halten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft beim Vater auf.

(dpa / ste)