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Radio Hamburg

Orkantief Xaver

Größere Schäden bleiben aus

Borkum/Bremen , 06.12.2013
Orkantief, Xaver, TVR-News, Bauzaun, Feuerwehr

Die Feuerwehr musste sich hauptsächlich um umgestürzte Bäume und Gerüste kümmern.

Orkantief "Xaver" ist mit aller Wucht auf Niedersachsen getroffen. Große Schäden blieben jedoch aus.

Der Scheitel der schweren Sturmflut hat Hamburg am frühen Morgen erreicht. Inzwischen fallen die Wasserstände bereits wieder. Nach Behörden-Angaben hat die Sturmflut einen Wasserstand der Elbe von fast vier Metern über dem Mittleren Hochwasser erreicht.

Wasser ist wieder auf dem Rückzug

Reporter Dirk Rosenberg: „Der Fischmarkt erfüllt sich jetzt mit Leben. Hunderte Menschen sind da, um sich diese beeindruckende Flut anzusehen. Da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt, denn die Elbe ist bereits wieder auf dem Rückzug. Bilanz bis jetzt: alles gut gegangen – Deiche und Fluttore haben beste Arbeit geleistet und das Wasser aus Hamburg herausgehalten.“

Über 400 Einsätze für Feuerwehr

Die Hamburger Feuerwehr ist seit Donnerstagnachmittag über 400 Mal ausgerückt. Hendrik Freese von der Feuerwehr - zu welchen Einsätzen sind Sie denn gerufen worden? „Wir hatten Donnerstagabend in den Abendstunden etliche Bäume, die umgeweht wurden. Am Bahnhof Wilhelmsburg hatten sich Dachteile gelöst, so dass der Bahnhof teilweise gesperrt werden musste. Mittlerweise hat sich das aber wieder normalisiert und wir müssen gucken, was uns der Tag noch bringt.“

Aktuelle Infos zum Orkantief Xaver bekommen Sie in unserem Live-Ticker.

Mit großer Wucht und Geschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern ist Orkantief „Xaver“ in der Nacht zum Freitag über Niedersachsen hinweggefegt. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Menschen verletzt. Trotz aller Befürchtungen gab es zunächst aber keine Berichte über größere Schäden. Doch wird der Sturm das Land auch am Freitag noch in Atem halten. Am Mittag wird eine weitere Sturmflut erwartet.

Verletzte in Hannover

In der Nähe von Hannover wurde ein Mann schwer verletzt, als ein Auto durch eine Windböe in den Gegenverkehr gedrückt wurde. Auf einer Straße bei Barsinghausen wurde ein Kleinbus mit behinderten Schülern von einer starken Böe erfasst und in einen entgegenkommenden Wagen gedrückt. Dabei wurde ein 68-Jähriger schwer verletzt, sechs weitere Menschen leicht. Außerdem kippten Bauzäune um, dabei wurde eine Fußgängerin leicht verletzt. Auf der Insel Borkum wurde ein Mensch von einer herabstürzenden Dachpfanne leicht verletzt.

Umgekippte Bäume und Gerüste

Die Polizei meldete in Bremen und im Nordwesten rund 200 Einsätze durch den Sturm. Dennoch wurde von einem „glimpflichen Ausgang“ und nur „kleinen Schäden“ gesprochen. Es stürzten Bäume um, Äste knickten ab, Gerüste und Baustellenabsperrungen kippten um und Dachziegel stürzten herab. Größere Schäden gab es lediglich in Cuxhaven, wo das rund 150 Quadratmeter große Dach eines Hochhauses komplett abgedeckt wurde.

Scheitel erreichte die Küste

Der Scheitel der Sturmflut erreichte am frühen Freitagmorgen die ostfriesischen Inseln und die Küste. Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie waren die höchsten Stände über dem mittleren Tidehochwasser am Morgen 2,66 Meter auf Borkum, 3,52 Meter in Emden, 3,11 Meter bei Cuxhaven, 2,60 Meter auf Norderney und 2,60 Meter in Bremen. Sie blieben damit ungefähr bei den prognostizierten Werten.

„Xaver“ sorgte im Norden für Verkehrsprobleme

Auf den Flughäfen in Hannover und Bremen wurden etliche Flüge gestrichen, der Fernverkehr der Bahn zwischen Hannover, Bremen und Oldenburg wurde am Donnerstagabend unterbrochen. Die Fähren auf die ostfriesischen Inseln stellten ebenfalls ihren Betrieb ein. Mancherorts mussten Straßen wegen Überschwemmungen oder Sturmschäden vorübergehend gesperrt werden.

Aus Angst vor der Wucht des Sturms hatten die Behörden vielerorts Vorsorgemaßnahmen getroffen. Zahlreiche Städte verboten, die Weihnachtsmärkte zu öffnen. In vielen Kreisen war der  Schulunterricht abgesagt worden. In Bremen, Bremerhaven, den Kreisen Oldenburg, Lüchow-Dannenberg, Hildesheim, Leer und auf Borkum sollen auch am Freitag alle öffentlichen Schulen geschlossen bleiben.

Bundesligaspiel steht auf der Kippe

In Bremen ist das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und Bayern München am Samstag gefährdet. Falls die Weser die Deichhöhe von 5,50 Meter übersteigt, würde Wasser auch ins unmittelbar in Flussnähe gelegene Weserstadion laufen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie rechnet mit bis zu drei Sturmfluten hintereinander.

(dpa / ste)

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